Hormonmädchen

Transsexualität

2014 Keine Benachteiligung wegen TS bei Bewerbung

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Keine Benachteiligung wegen Transsexualität eines Bewerbers bei Unkenntnis des Arbeitgebers

Bei einem Verstoß gegen das Benachteiligungsverbot gemäß § 7 AGG kann der oder die Beschäftigte wegen eines Schadens, der nicht Vermögensschaden ist, eine angemessene Entschädigung in Geld verlangen. Beschäftigte dürfen nicht wegen eines der in § 1 AGG genannten Merkmale benachteiligt werden. Gegen das Benachteiligungsverbot der sexuellen Identität verstößt ein Arbeitgeber jedoch dann nicht, wenn er von der Transsexualität der Bewerberin keine Kenntnis hat. Beruft sich die Bewerberin allein auf die Ablehnung und auf das in ihrer Person erfüllte Diskriminierungsmerkmal, so vermag dies eine überwiegende Wahrscheinlichkeit für eine gesetzwidrige Motivation der Kündigungsentscheidung oder deren Verknüpfung mit einem pönalisierten Merkmal nach § 1 AGG nicht zu begründen. Eine Anknüpfung der Handlung des Benachteiligenden an ein Diskriminierungsmerkmal muss vielmehr zumindest in Betracht kommen können.

Urteil des LAG Rheinland-Pfalz vom 09.04.2014, Az.: 7 Sa 501/13

 
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