Hormonmädchen

Transsexualität

Ablauf

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Ablaufplan (Transsexualität), ein möglicher transsexueller Weg

losgehtsEs gibt keine festgelegte Reihenfolge, wie das Leben transsexueller Menschen abläuft. Jeder wird Phasen durchgemacht haben, in denen er sich gefragt hat, was er ist, wie weit er gehen mag oder wo er hin möchte. Einiges solltest Du aber schon einhalten, wenn Du Dich dazu entschlossen hast, Deinen Weg zu Ende zu gehen.

 

Entscheidung (Bin ich transsexuell?)

  • Nun bevor Du die weiteren Schritte gehst, solltest Du Dir zwar schon sicher sein, dass Du (eventuell) transsexuell bist, doch hier ist der weitere Weg noch nicht unwiderruflich. Auch ich hatte mal das Gefühl, dass es „nur“ ein Fetischismus ist und auch noch am Anfang meiner Psychotherapie stand das Ziel für mich noch nicht fest. Wenn Du Dir sicher bist, umso besser.

Krankenversicherung (welche ist für mich günstig?)

  • Vor Beginn der Therapie bzw. Deinem ersten Besuch eines Arztes kann es sinnvoll sein, über den Wechsel Deiner Krankenkasse nachzudenken. Leider gibt es immer mehr Versicherungen, die sich nicht mehr an die Empfehlungen des MDKs halten und z.B. eine Nadelepilation oder einen möglichen Brustaufbau verweigern. Wenn Du also den Weg einmal angefangen hast, wird es schwer, sich eine andere Versicherung zu suchen. Frag hier am besten in einer Selbsthilfegruppe in Deiner Nähe nach, die haben da aktuelle Erfahrungen. WICHTIG: Falls aber bereits irgendwo etwas in Deiner Versicherungsakte erscheint, solltest Du NICHT wechseln, da es auch sein kann, dass diese verschwiegene „Krankheit“ bei deinem neuen Vertrag nachträglich ausgeschlossen wird.

Selbsthilfegruppe für Trans*

  • Sinnvoll ist für die Eine oder den Anderen ein Kontakt zu einer Selbsthilfegruppe in Deiner Umgebung (die findest Du HIER).(Meine persönliche Erfahrung zu Selbsthilfegruppen ist sehr unterschiedlich, deswegen höre auch dort nicht immer auf Alles, was man Dir rät, sondern finde Deinen eigenen Weg und Dein eigenes Tempo. Wobei sie Dir aber fast immer helfen können, sind aktuelle Adressen. Mittlerweile gibt es aber auch viele Gruppen und sogenannte virtuelle SHGs im Internet/auf Facebook (mich gibt es ja auch dort), so dass Du nicht mehr überall persönlich hin musst. Aber um die ersten Schritte zu machen, ist es manchmal recht hilfreich.

Therapeut für die Indikation

  • Such Dir nun einen Psychotherapeut (Die mir bekannten findest Du HIER.) Leider haben die meisten teilweise sehr lange Wartezeiten. Ein gute Therapeut wird Dir aber nicht sagen, was Du bist, er wird Dir helfen, es selber herauszufinden. (Falls für Dich keine geschlechtsangleichende Operation gewünscht ist, kannst Du mittlerweile auch auf eine Psychotherapie verzichten, da z.B. die Hormontherapie auch so verschrieben werden kann)

Alltagstest

  • Nun beginnt Dein Coming out, ich denke, das ist für viele die Phase, vor der sie am meisten Angst haben. Bei mir war das auch so, allerdings ist es nicht einmal halb so schlimm wie Du denkst. Auch ich habe gedacht: „Bei mir ist das und das ganz anders“. Vertrau Dich erst Deinen engsten Freunden an und gehe dann Schritt für Schritt vor. Ob Du dabei den langsamen optischen Umstieg zur Frau wählst (bin ich gegangen) oder Du Dir ein festes Datum aussuchst ab dem Du ganz im weiblichem Erscheinungsbild durchs Leben gehen möchtest, spielt dabei keine Rolle.
  • Erwarte nicht zu viel von Deinem Umfeld, die meisten kennen so etwas nur aus dem Fernsehen und haben ein völlig falsches Bild von den Dingen, die in uns vorgehen. Zeig Verständnis für deren Unsicherheit und so werden sie auch Dir nicht abweisend gegenüber stehen. Sicherlich wird der Tag kommen, wo Dich die ständigen Fragen nerven, doch denk immer daran, Du hattest Jahre, um Dich auf diesen Schritt vorzubereiten. Dein Umfeld wird meistens doch sehr überrascht reagieren. Hilfreich können hier auch Schreiben an Deine Nachbarn, Arbeitskollegen sein. (Da ich selbstständig bin, habe ich einen Brief an meine Kunden geschrieben, den Du PDF [24 KB] findest).
  • Wenn Du nicht ganz viel Glück hast, wirst Du auch Menschen verlieren. Aber auch hier gibt es Ersatz, Du wirst auch viele neue Menschen kennenlernen. Mach Dir bewusst, dass diese ehemaligen „Freunde“ nie wirklich welche waren.
  • Viele Krankenversicherungen und Therapeuten verlangen 1 Jahr Alltagstest. Dieser ist KEINE Pflicht sondern nur eine Empfehlung des MDKs

Ergänzungsausweis

  • Du kannst Dir, wenn die Diagnose bestätigt ist von der DGTI einen Ergänzungsausweis (Kosten 15 €) ausstellen lassen. Dieser ist zwar kein offiziell anerkanntes Dokument, hat mir aber bei einer Polizeikontrolle geholfen und gibt Dir ein gutes Gefühl. Nähere Infos und wie Du ihn bekommst erfährst Du HIER

Hormontherapie

  • Du brauchst KEIN ok von Deiner Krankenversicherung. Ebenfalls ist es FALSCH, das man 1 Jahr Alltagstest machen muss, bevor man die Hormontherapie beginnen kann. Dies ist eine Empfehlung des MDK (Medizinischen Dienst der Krankenkasse) und nicht bindend. Dazu gab es mal eine Stellungnahme der BEK: „Die Hormontherapie bei gegengeschlechtlichen Behandlungen bedarf keiner Antragstellung bei der zuständigen Krankenkasse. Zu berücksichtigen ist die Therapiehoheit des Arztes. Dieser kann eigenverantwortlich über die Verordnung von Hormonpräparaten entscheiden. Eine Bewilligung bzw. Ablehnung der Kostenübernahme durch die Kasse ist unzulässig. Es gelten insofern die allgemeinen Ausführungen zur Verordnung von Arzneimitteln.“
  • Ich rate davon ab, dass man sich Hormone irgendwo auf dem Markt besorgt und/oder die Antibabypille schluckt. Ich habe gemerkt, was die Hormone unter ärztlicher Aufsicht mit mir gemacht haben und kann mir vorstellen, was passieren kann, wenn man sie nach eigenem Gutdünken einwirft.
  • Die Hormone kann Dir theoretisch jeder Arzt verschreiben. Es ist jedoch üblich, dass Dich ein Psychotherapeut zu einem Endokrinologen schickt. Ich kenne aber auch Fälle, bei denen die Hormontherapie von Anfang an über den Hausarzt lief. Wichtig sollte dabei sein, dass dieser sich ein wenig mit Hormonen auskennt und er/sie Dich nicht nach uralt Methoden behandelt (=Tabletten und auch extrem hohe Androcur Dosierung).

Epilation

  • Nun geht es an Deine Haare. Nach Beginn der Hormontherapie solltest Du Dir Gedanken machen wie Du Deine Gesichtsbehaarung los wirst (nähere Infos HIER). Ein gutes Studio schreibt Dir einen Kostenvoranschlag, den Du zwecks Kostenübernahme an Deine Krankenversicherung schickst. Nach Zusage wird das einer Deiner Hauptbeschäftigungen für die nächsten Monate sein.

Logopädie

  • Eventuell solltest Du nun auch mit der Logopädie anfangen. Wenn Du Deine Versicherung bereits informiert hast (Beginn der Hormontherapie und Epilation) solltest Du Dir ein Attest bei einem HNO-Arzt besorgen und eine Logopädie beginnen. Auch diese Behandlung ist sehr langwierig und wird Dich die nächsten Monate begleiten. Sie wird Dir aber auch beim „Passing“ helfen. Mittlerweile bin ich sogar der Meinung, dass die Veränderung der Stimme eines der ersten Dinge sein sollte, was Du in Angriff nehmen solltest. Die Stimme ist das, was wir nicht verbergen können und so gut wir uns auch dem weiblichen Erscheinungsbild anpassen können, einen Stimmbruch kann man leider nicht rückgängig machen. Falls Dich das Thema interssiert schaue auch HIER

Antrag auf Vornamens- und Personenstandsänderung

  • Relativ schnell wirst Du auch Deine Papiere offiziell ändern wollen. Dafür beantragst Du eine Vornamens- und Personenstandsänderung beim zuständigen Amtsgericht. Die genauen Details findest Du HIER

GaOP/GuOP

  • Irgendwann steht für Dich fest, dass Du auch den letzten Schritt machen möchtest. Wenn auch Dein Therapeut Deiner Meinung ist solltest Du Beratungsgespräche mit entsprechenden Ärzten machen (Nähere Infos findest Du HIER).
  • Du kannst oftmals die Gutachten der VÄ/PÄ für die GaOP nehmen. Viele Versicherungen akzeptieren diese. Zusätzlich brauchst Du nochmals ein Schreiben Deines Therapeuten über Deine Indikation (die Krankenkassen haben grob folgende Richtlinien, die allerdings nicht bindend: mind. 6 Monate Hormontherapie, 1,5 Jahre Therapie und Alltagstest). Es kann sein, dass Du noch zum MDK (medizinischer Dienst der Krankenkasse) musst, der ebenfalls noch einmal prüft ob Du transsexuell bist.
  • Erst nach Kostenzusage durch Deine Versicherung bekommst Du einen Termin von Deinem Krankenhaus/Operateur. Leider haben diese oftmals lange Wartezeiten
  • Einen Antrag findest Du HIER WORD [29 KB] / PDF [11 KB]

Brustaufbau

  • für manche von uns ist auch ein Brustaufbau mit Implantaten notwendig. Nachdem es in den letzten Jahren immer mal wieder zu Ablehnungen der Versicherungen kam, gab es in 2012 ein Grundsatzurteil hierzu (Mindestens Körbchen A muss erreicht werden, ansonsten ist die Krankenversicherung dazu verpflichtet einen Brustaufbau zu bezahlen), dieses findest Du HIER. Viele Krankenversicherungen wollen aber 2 Jahre Hormontherapie abwarten und die 1te GaOp. (Anmerkung: Ich hatte meinen Brustaufbau direkt mit der geschlechtsangleichenden OP beantragt und diesen dann auch genehmigt bekommen).

FFS

  • Facial Feminization Surgery (Gesichtsfeminisierung). Nun sind noch viele andere OPs möglich, alles was Dich in Deinen Augen weiblicher macht. Du wirst aber Schwierigkeiten haben, dass das Deine Versicherung bezahlt, aber versuchen kann man es ja. Nähere Info zu diesem Thema findest Du HIER

Fertig?

  • Fertig bist Du meines Erachtens wohl nie. Einige Dinge werden Dich wohl ein Leben lang begleiten und sei es die lebenslange Einnahme der Hormone. Mach Dir das bewusst. Nur die wenigsten werden völlig unerkannt ihr Leben fortsetzen. Du musst aber keine Angst vor diesem Weg haben, aber Respekt.

Wie lange

  • Ich habe für obige Dinge ca. 2 Jahre gebraucht (Beginn der Therapie 09/08 – 2te OP mit Brustaufbau 10/10). Sicherlich kann es auch doppelt so lange dauern, aber das ist auch egal und nicht entscheidend. Genieße die Zeit, sie ist einzigartig. Du wirst so viele Highlights erleben.
    Lass Dir aber auch die Zeit, die Du brauchst, dieser Weg erfordert auch viel Kraft.
 
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65 thoughts on “Ablauf

  • Günther sagt:

    Dein Ablauf ist toll beschrieben. Fühle seit ich 10 Jahre bin, mich als Frau. Bin jetzt 51 Jahre

     
    • J J sagt:

      Ja, is‘ klar… 51…. jetzt bemerkt… wieder mal dieser strange Weg der „normale“ Leute in den Dreck zieht… und unter „Günther“ veröffentlichen. Hi Günther

       
      • Marco sagt:

        Dieser Kommentar ist dumm und erniedrigend.
        Transsexualität ist bei jedem unterschiedlich stark ausgeprägt.
        Das Umfeld spielt ebenfalls eine wesentliche Rolle, inwieweit man sich traut sein ICH zu akzeptieren und auszuleben. Der Eine verdrängt es nur in der Pubertät, der Andere (beinahe) ein Leben lang. Je älter man wird, um so mehr hadert man mit so grundlegender Umkrempelung des gelebten Lebens.
        Du darfst dabei nicht ausser Acht lassen, um wie vieles leichter sich ein heut 20jähriger Betroffener informieren kann, als dass vor 30 Jahren der Fall war!

         
    • jenni sagt:

      würde ich ja auch machen ich kann mich jedoch nicht auf der arbeit outen sonst würde ich direkt mein job verlieren Frauenkeidung und Make-Up trage ich schon über 10 Jahren jedoch fällt es auf der arbeit nicht so auf da wir eine strenge Kleidungs vorschrift haben
      mein richtiger Name ist Kevin und bin 27 Jahre jung

       
    • Kevin.....noch zumindest sagt:

      hi ich bin 27 Jahre jung, und weiß seit 14 Jahren das ich trans bin, habe es jedoch immer geheim gehalten, und es irgendwo verleugnet… verle̱u̱gnet euch niemals selbst das zerfrisst euch innerlich… bei mir war es dann so heftig das ich 3 tage in meiner Wohnung gesessen habe und geweint habe, das war ca. 3 Monate nach dam tot meines Vaters des wurde mir dann alles zu viel und ich habe für mich den Entschluss getroffen es nicht mehr zu verheimlichen wer es halt bemerkt kann es ruig wissen, die Sache bei mir ich wollte meine Eltern nicht enteuschen da sie sich noch weitere Enkel gewünscht hatten, da meine Schwester 2 kinder hat die lebt jedoch an die 600km weit weg
      letztens hatte ich dann mein unfreiwilliges Coming out, da ich momentan mit der Rentenkasse im Rechtsstreit bin da ich aus gesundheitlichen gründen nicht länger als 4 stunden arbeiten kann, hat das Gericht ein psychologisches gutachten gefordert, und die Psychologin hat gemerkt das ich irgendwas verheimliche und dann musste ich es ihr sagen ging nicht anders und dummerweise hat meine Mom das gutachten gelesen aus neugier (ich wohne in einem Mehrfamilienhaus und meine Mutti bezieht die Wohnung unter mir) ja sie hätte es nicht lesen dürfen Briefgeheimnis und so, jedoch bin ich froh drum das sie es gemacht hat das hat mir die ersten schritte erleichtert, mittlerweile wissen alle denen ich vertraue darüber bescheid da ich dadurch den mut gefunden habe mich zu outen, und alle haben mir ihre Unterstützung zugesichert worüber ich unglaublich glücklich bin, keiner der Leute die mir wichtig sind verurteilen mich dafür, mittlerweile habe ich schon soviel über das Thema geredet das es mir nichts mehr ausmacht entweder die Leute akzeptieren es oder die können mich mal sonst wo,
      für mich ist es klar das ich eine Angleichung will da ich beim Verkehr keinen hoch bekomme da ich mich so extrem vor mein Glied ekel und ja ich lebe in einer Beziehung mit einer frau und die unterstützt mich da auch ihre Worte waren „ich liebe nicht den man sondern den menschen der in den Körper drin steckt“
      was ich damit sagen will ist: heute hört auf euer Gefühl, es bringt nichts wenn ihr euch versteckt letztendlich wird die Fassade die ihr euch aufgebaut habt eh zusammen brechen, und letztendlich tut ihr euch damit keinen gefallen,ihr tut euch damit nur selbst unnötig weh wenn ihr vorgibt jemand zu sein der ihr nicht seid….
      klar es ist jeden selbst überlassen üb er ne Op will oder nicht
      für mich ist es klar das ich eine will da ich mich den Rest meines Lebens nicht vor meinem eigenen Körper ekeln will

      ich habe demnächst mein ersten Termin beim Psychologen,und irgendwie freue ich mich sogar drauf, das einzigste was mir momentan noch im wege steht ist meine arbeit aber das lässt sich auch regeln ohne kündigen zu müssen da bin ich mir sicher

       
  • Martha Helen sagt:

    Sehr informativ!

    Was mich interessiert, ist aber, woher du weißt, dass für die Hormontherapie keine Psychotherapie mehr notwendig ist. Wer sagt das und wo kann man diese Aussage finden?

    Bisher hab ich bei jeder Anlaufstelle immer nur zu hören bekommen, dass Psychotherapie Voraussetzung für die Diagnose sei und ohne Diagnose geht eh nix, also auch keine Hormone.

    Daher bin ich recht perplex, wenn ich höre, Therapie sei heute keine Pflicht mehr. Kannst du mir mehr verraten?

     
    • Petra sagt:

      Hallo Martha, die HET fällt unter die Ärztehohheit.fas heisst, dass theoretisch jeder Arzt Dir Medikamente verschreiben darf. Das was Du angibst ist eine Empfehlung des MdKs, fa gesichert sein sollte, dass man TS ist. Dies kann aber auch nach nur einem Besuch der Fall sein.
      Das Problem ist eher, dass die meisten Ärzte sich scheuen Hormone ohne psychologisches Gutachten herauszugeben und das sich der von Dir beschriebene Ablauf, als Standard etabliert hat. Pflicht ist er allerdings nicht, da eben die Hormone als Arzneimittel gelten.
      LG Petra

       
      • Martha Helen sagt:

        Verstehe. Was genau ist die Empfehlung des MDK? Ist das das, was ich Diagnose genannt habe?

        So wie ich das verstehe, ist die Einhaltung der Behandlungsrichtlinien gewissermaßen „Pflicht“, weil die Krankenkassen sich scheuen, die Kosten zu tragen. Da wird dann gnadenlos gesiebt durch Psychotherapie, psychologisches Gutachten, MdK-Gutachten usw. bis nur noch für die Kosten ganz weniger hartgesottener Fälle aufgekommen werden muss.

        Das ist zumindest die Interpretation, die sich mir aus diversen Quellen erschließt.

         
        • Petra sagt:

          Hallo Martha, Du musst nur einen Arzt finden der sich traut, aber mittlerweile sind auch viele Psychotherapeuten dazu bereit nicht auf die von der KV geforderte Frist zu beharren. Ich kenne Fälle, da bekamen Betroffene, nach nur einem Besuch die Indikation die man für die meisten Endos benötigt.

           
          • Martha Helen sagt:

            Ah, okay. Dann muss ich nur weiter suchen.

            Hatte heute Pech. Die Endokrinologin, der ich mich vorgestellt habe, hat sehr viel Erfahrung (über 15 trans* Patienten pro Jahr seit 10 Jahren), aber sie besteht auf einer psychiatrischen Indikation und einem halben Jahr Alltagstest.

            Danke für deine Info!

             
        • dmitriy sagt:

          Ich fühle mich als frau,ich suche beratung und unterstüzung können wir kontaktieren

           
  • […] einem Blog stieß ich letztens darauf, dass dieser Test eben keine Pflicht mehr ist. Zwar können […]

     
    • Petra sagt:

      Der Alltagstest war noch nie Pflicht, nur erwarten es manche Psychologen, da sie sonst keine Indikation schreiben.
      Nebenbei wissen ja die meisten gar nicht was das sein soll. Ich übrigens sucht nicht

       
  • stefan sagt:

    Danke sehr aufschlusreich deine seite

     
  • Kezia-Ramona sagt:

    Der Alltagstest kann bei einigen aber auch nicht schaden.
    Habe im April 15 eine TS kennengelernt die da schon seit 10 mon Hormone nahm und trotzdem noch sehr sehr unsicher in ihrem Auftreten war.
    Selber sagte sie“ sie hätte Angstzustände, Depressionen u wirklich feminin auftreten traut sie sich auch nicht wie zB rock oder Kleid anziehen oder auch nicht schminken und hat Ihren Kleiderschrank noch voll mit Männerklamotten.

     
    • Clarissa sagt:

      Jeder hat seine eigene Geschwindigkeit für den Übergang… Wenn sie noch mehr Zeit braucht für einen Übergang, dann gib ihr diese auch! ö.ö Gerade für hochsensible Menschen ist es nicht so leicht! Wenn aber das Aussehen passt, dann fällt es einem deutlich leichter, umzusteigen 🙂 Man möchte halt „normal“ wirken.

       
  • Angela sagt:

    Ich würde es auch gerne tun… Nur weiß ich nicht, ob es von der Pubertät kommt oder von woanders… Ich hatte es schon immer schwer mit Entscheidungen und vor allem mit solchen.
    Aber es ist sehr nett, dass du dir damals Zeit genommen hast, diesen Ablauf zu schreiben.

    LG Angela (englisch ausgesprochen biite :))

     
  • Claudia sagt:

    Vielen Dank für Deine Infos. Ich bin 59 und weiß noch immer nicht was das Richtige für ich ist. Besonders vor dem Alltagstest habe ich Angst, da ich sehr groß für eine Frau bin und keine Chance habe meine ursprüngliche Sexualität zu verbergen. Unterwegs als Frau fühle ich immer die Blicke der anderen die mich als Freak ansehen.
    Ist es nicht schon zu spät für den Schritt? Der Mann in mir hat zu deutliche Spuren hinterlassen. Gibt es eine Altersgrenze ab der das alles schwierig wird? Andererseits sehe ich, dass gerade Männer ab 50 besonders häufig ihr Coming Out haben.
    Ich hoffe ich stelle nicht die falschen Fragen, aber ich bin so unsicher und auch ich habe mir immer wieder die Frage gestellt, ob es Fetischismus ist oder sexuelle Orientierung. Wie hast du das für Dich heraus gefunden?

     
    • petra sagt:

      Hallo Claudia, es ist nie zu spät. Natürlich ist der Weg nicht einfach, vor allem, nach der Angleichungsphase, da einen dann der Alltag wieder hat und viele mit dem „Anderssein“ nicht klar kommen.
      Viele transsexuelle Menschen werden nie die „Normalität“ erreichen, die sie sich wünschen, haben aber trotzdem keine Wahl. Letzendlich kannst nur Du entscheiden, wo Dein Weg Dich hinführt.
      LG Petra

       
  • Christiane Andrea sagt:

    Sehr sehr gut geschrieben Viele gute Infos

     
  • Sayaka sagt:

    Hallo liebe Petra ich bin Sayaka (gebürtlich Nico.)

    Ich habe schon in den letzten Jahren festgestellt das ich mich nicht als Mann fühle und habe mich nun dazu entschlossen etwas dagegen zu unternehmen. Ich habe mir die Sache mit dem Trans* Lebenslauf ebenfalls durchgelesen…nur kann ich da nicht wirklich etwas schreiben ich hatte es eher in mich hinein gefressen, lebe es auch erst seit diesem Jahr zuhause aus, mit Perücke. Und wie dir schon aufgefallen ist habe ich mich für den Namen Sayaka entscheiden. Ich bin mir nur unsicher ob dieser mir gesetzlich anerkannt wird da ich deutscher Staatsbürger bin und es ein japanischer Name ist…

    Ich freue mich über Ihre Rückmeldung

    LG Sayaka

     
  • Selina sagt:

    Hallo Petra,
    erst mal vielen lieben Dank für die vielen tollen Infos hier auf deiner Seite. Ich bin jetzt seit März geoutet und auch seitdem in Therapie. Wie sah der langsame optische Umstieg denn bei dir aus? Würde mich sehr interessieren! Damit ich ab Oktober meine Hormone bekomme muss ich lt. meiner Therapeutin aller aller spätestens im Juli mit dem „Alltagstest“ auf der Arbeit beginnen. Aber als „Vollfrau“ direkt umzusteigen wäre wahrscheinlich ziemlich irritierend für die Kollegen und auch für die Kunden.

    Würde mich über eine Antwort sehr freuen! 🙂

    LG, Selina

     
    • petra sagt:

      Hallo Selina, die Veränderungen merkst Du nur, wenn Du regelmäßig Fotos von Dir machst und sie dir später anschaust. Das merkt eher Dein Umfeld. Das dauert schon ein wenig und Du darfst da auch keine Wunder erwarten. Mach Dich auch nicht verrückt wegen des Alltagstest, der wird überbewertet. Was heißt denn für Deine Therapeutin als Frau zur Arbeit gehen? Das ist immer eine ganz spannende Frage und zeigt, ob sie die Problematik überhaupt verstanden hat. Es gibt ja auch Frauen, die mit kurzen Haaren, Turnschuhen und Jeans zur Arbeit gehen, hätten die den Alltagstest nicht bestanden.
      Wünsch Dir viel Glück
      LG Petra

       
    • Arielle Isabell sagt:

      Hey Selina,

      hol Dir von dieser (seltsamen) Therapeutin ein Attest, dass ICD 10/F 64.0 (das ist die Bezeichnung fuer Transidentitaet) zumindest ANZUNEHMEN ist (besser ist natuerlich, wenn sie testiert, dass es „nachhaltig manifestiert“ ist). Aber allein mit dem „Verdacht“ auf Transidentitaet hast Du gute Chancen, von der dgti in Mainz einen Ergaenzungsausweis zu bekommen. Dann machst Du ein Passphoto als FRAU, einfach ordentlich schminken. So bekommst Du raus, „wie weit“ Du gehst Dein Outfit auf Arbeit betreffend. Das hat eine Freundin von mir so gemacht und sie sagte, dass ihr das sehr geholfen hat (ich selbst bin intersexuell, ich musste diese ganzen Prozeduren nicht „mitmachen“).

      Und Petra hat recht. Du kannst ganz einfach Jeans anziehen, es ist doch vollkommener Unfug, irgendwelche Klischees zu erfuellen. Die Therapeutin laeuft ja auch nicht neben Dir her, Du bist NICHT unter Aufsicht. Schminken solltest Du Dich, zumindest wenn Du in ihre Sprechstunde gehst 😉

      Arielle

       
      • Arielle Isabell sagt:

        P.S. Falls das jetzt zu umstaendlich klang, die Taktik ist die: Wenn Deine Therapeutin von Dir verlangt, auf Arbeit und sonstwo die „Vollfrau“ zu geben, dann -so kannst Du argumentieren- BRAUCHST Du einen Ergaenzungsausweis. Warum? Polizeikontrollen, Zahlen mit ec-/credit card, usw. Sie kommt also gar nicht UMHIN, Die ein entsprechendes Attest auszustellen (wer A sagt, muss auch B sagen, Du musst Dich ja ausweisen und bewegen koennen).

        Dann suchst Du Dir igrendeine Aerztin, tauchst da als Vollfrau auf und legst Attest und Ausweis vor. Mit ein bisschen Glueck ist das der kuerzeste Weg zur Hormontherapie…

        Schoenes Wochenende,
        Arielle.

        P.P.S. Den OPTIMALEN Text fuer solch ein Attest kann ich Dir bei Bedarf gern zukommen lassen.

         
        • Selina sagt:

          Hallo Arielle, vielen Dank für deine ausführliche Antwort. 🙂 Seit knapp 2 Monaten nehme ich nun täglich 4 mg Estradiol und 25 mg Testoblocker. Kurzerhand hab ich mich selber ohne Atest von der Therapeutin auf die Suche nach einem Urologen gemacht bzgl. der Hormone. Er sagte direkt selber das er die Wartezeit bis zu den Hormonen als „schwachsinn“ befindet und hat mir dann die dementsprechenden Rezepte ausgestellt für die Hormone. Der Therapeutin hab ich das noch gar nicht gesagt weil ich auch einfach keine Lust auf ne Auseinander Setzung mit ihr hatte.

          LG, Selina

           
          • Marie sagt:

            Wegen den Hormonen sollte man wirklich zum Endokrinologe gehen. Der Hormonhaushalt ist extrem komplex und andere Fachärzte sind da längst nicht so versiert, bzw gut ausgebildet. Es gibt nicht umsonst einen Facharzt der sich ausschließlich um Hormone kümmert.

             
  • Arielle Isabell sagt:

    Hey Petra,

    erstmal grosses Lob, eine tolle Seite, da hast Du ganze Arbeit gemacht.

    Den Ablauf (und vor allem die Zeitraeume betreffend) gibt es wahrscheinlich sehr starke lokale Unterschiede. Gleiches gilt wohl fuer Laenge und Zeitpunkt des Alltagstests. Mit ein wenig Kenntnis von Personen und Materie kann Frau zum Beispiel in Berlin (mein Wohnort) das „gesamt Programm“ in einem Jahr bewaeltigen.

    Wenn jemand Infos braucht, kann sie mich gern anschreiben.

    Arielle

     
  • M sagt:

    Wie sollte denn so ein Empfehlungsschreiben vom Psychologen an den Endokrinologen aussehen?

     
  • Gloane sagt:

    Also wenn ich mir sicher bin, dass ich ein Mädchen bin, im Körper eines Jungen, und mit dem ganzen anfangen möchte, sollte ich mir als erstes zu einem mir dafür geeigneten Psychologen dackeln? 🙂

     
    • Alexandra sagt:

      Mach das auf jeden Fall. Bin zwar ganz Deiner Meinung, warum solll ein anderer entscheiden, dass Du ein Mädchen bin. Daa weisst Du ja selbst am Besten. Aber bei mir hat das psychologische Gespräch eine Stunde gedauert, dann hatte ich eine Woche später die schriftliche Bestätigung, dass ich im falschen Körper lebe, und eine Geschlechtsumwandlung sogar aus psychischen und seelischen Gründen dringend empfohlen wird. Peng, das war´s. Und mit diesem Schreiben gehst Du zum Hausarzt.Dieser, wenn er auf Zack ist, überweist Dich dann zum Frauenarzt. Und dann beginnt die Hormonbehandlung. So war es bei mir, und werde nun für weitere Schritte mit der Krankenkasse etc. sprechen.Hey,Mädchen, das klappt. Andernfalls frag Petra, oder lies alles durch. Wir sind ja auch noch alle da. Los geht´s

       
  • sascha sagt:

    Bioname: sarah
    Ich bin mir noch nich zu 100% sich Ts zusein. Aber ich hab das gefühl das ich denke wie ein man aber der körper einer frau ich bin zwar ert 16 mir aber zimlich sich . Welche pyschologen kann man auf suchen im kreis kleve?

     
  • Chrissi sagt:

    Huhu ich weiß nicht mehr was ich tun soll es gibt so wenig Ärzte hier und die sind alle auf dem Stand von 1970 v.v ich hab mach mir so dermaßen Gedanken über alles das ich dadurch sogar schon körperliche Schmerzen bekomm 🙁 der eine Neurologe/therapeut bei dem ich war hat mir so ziemlich nen whorst Case Szenario gegeben zieht richtig über mich her mein aussehn meine Klamotten ich srh kein Stück femmine aus usw hört sich nichmal meine kurz Geschichte an und redet laufend rein v.v ich bin jetz schon solange bei dem und der war sonst immer nett und jetz Krieg ich nichmal mehr nen Termin 🙁 ich schlag mich schon seit ich klein war immer irgendwie durch aber nach mein Outing vor einigen Jahren dachte ich es wird endlich was naja <.< ich hab schon zu meiner Mutter gesagt das sich das gerade wie ein langsamer tot anfühlt aber ihr scheint es irgendwie nich zu interessieren die spielt einfach ihre doofen Browser games 24/7 :/

     
    • Chrissi sagt:

      Und eben wurde mir von mein Hausarzt gesagt das er und keine anderer algemein mediziner mir helfen würde v.v nichmal ne Überweisung und hat mir auch ständig versucht dazwischen zu reden :/ und er meinte das egal was ich im Internet lese nicht stimmt sowie auch diese Seite hier die ich ihn gezeigt hab er meinte nur ist ja schön das du dich erkundigst aber im Internet stehen ja so viele falsche Sachen .. ihn war das auch vollkommen egal das ich mich schon an diversen Kummer Foren usw gewendet hab und auch im Gesundheitsamt bei einer Beratungsstelle die mir dan 2 selbst Hilfe Gruppen empfohlen hat :/ ist ja immer unmöglich wenn ich edwas will und heul mir nur jedes Mal die Augen aus und meine Mutter will jetz nichmal mehr mitkommen zu meinen Arzt besuchen .. ich kann nicht mehr v.v

       
      • petra sagt:

        Hallo Chrissi, ich kenne leider Deine ganze Geschichte nicht.

        Kann Dir aber nur dazu raten den Arzt zu wechseln, falls er sich nicht an die Vorgaben und Empfehlunegn des MDKs halten möchte.

        Ich würde weiterhin auch den Kontakt zu Deiner Krankenversicherung suchen und dort Hilfe beantragen.

        Es tut mir leid, dass Du so schlechte Erfahrungen machst und kann Dir leider nur etwas virtuelle Kraft senden.

        LG Petra

         
        • Chrissi sagt:

          hab ich schon versucht die wollen auf teufel komm raus das ich zum psychologen geh 🙁 und da war ich ja schon mehrmals ist den aber scheiss egal :/ der nächste termin bei nem anderen psychologen ist in 3-4 monaten und so kann man da garnich hin weil ich sonst schon um 4uhr morgens da vor der tür stehn muss das ist dort immer so extrem voll das ich fast ohnmächtig werd wegen ner panic attacke .-. aber sachen wie asperger gingen in nichml 2 wochen aber das wollte ja das arbeitsamt also ging das ja super schnell .-. warum muss es immer so unendlich lange dauern wenn man was selbst will ? ich für mein teil hasse es zu warten weil sich das wie ein langsamer tot anfühlt wo es mir immer dreckiger geht umso länger ich warte D: aber danke für deien unterstützung ist super lieb von dir -knuddl-

           
  • Peter/Petra sagt:

    Guten morgen die Damen.

    Informative Seite. Es ist ja ein langer weg den man beschreitet. Respekt an euch die ihn hinter sich gebracht haben. Aber um auf meine Frage zu kommen mit der ich hoffe nicht zu sehr ins Detail gehen zu wollen oder die Privatsphäre angreifen möchte. Keines Falls. Hätte nur ein paar Infos in bezug auf den Alltagstest. Eben was Mann/Frau so drunter trägt. Habt ihr dort auch gleich alles völlig mit der Bekleidung umgestellt oder nur die äußerliche Bekleidung.

    Gruß und ein schönes Wochenende.

     
  • Alexandra sagt:

    Hallo Peter/Petra,

    ich kann nur sagen: KOMPLETT bitte. Habe aus meinem Kleiderschrank alles männliche entfernt, und nur noch schicke Klamotten drin. Auch was Unterwäsche betrifft.Diese wird selbstverständlich auch getragen. Entweder, oder.. BH´s liegen auch schon parat. Aber Vorsicht. Von heute auf morgen, dass glaubt Dir kein noch so toleranter Mensch. Jetzt ist aber die kalte Jahreszeit. Dicke Pullover und Jacken lassen andere event. nur etwas erahnen. Also bis es soweit ist, ganz vorsichtig nur mit kleinen, falschen Requisiten etwas vortäuschen, was noch kommen mag. Kann aber jeder machen, wie er will.

     
    • Anonymous sagt:

      Dank dir. Alexandra.

      Wenn ich Aktuell nen Blick in den Kleiderschrank werfe ist das einzig Männliche noch die Unterwäsche. Die aber nach und nach ja eh verschwindet. ICh trage die nur auf.Sonst ist meine KLamotten kann man sagen Unisex.

       
  • Chaklin sagt:

    Hallo Petra!

    Ich bin jetzt mittlerweile 42 und bin mir jetzt sicher mich phychologischen Rat zu suchen.
    Da ich den Drang verspüre eine Frau zu sein , werde ich das nächstes Jahr in Angriff nehmen .
    Laufe sowieso die meiste Zeit in Strumpfhosen herum und merken tut es kein Mensch.
    Habe auch meistens nur Frauenklamotten an , die ziemlich figurbetont sind.
    Auch selbst da habe ich kein Problem damit in der Öffentlichkeit herumzulaufen.
    Allerdings schminken tu ich nicht so gerne.

     
  • Ilona sagt:

    Ich bin froh das ich mein weg im Ausland machen konnte, keine Behördengänge wie in Deutschland, das ist mir erspart geblieben auch mit den Ärzten brauchte ich auch nicht so machen wie in Deutschland…mein weg ging schnell, Unbürokratisch und Menschlicher.
    Warum müssen Transsexuelle einen Alttagstest machen, warum muss man so viele Ärzte aufsuchen und und…..????
    Jeder hat das Recht selbst entscheiden wie man den weg geht und nicht Gesetze…Kostet auch eine Menge Geld, ich musste auch Geld ausgeben aber nicht soviel wie in Deutschland…

     
  • trancansar sagt:

    Zunächst Danke für die Webseite. Sie ist sehr gut gemacht worden.

    Ich habe im Oktober einen Arzt/Therapeuten im DGfS-System angeschrieben und einen Termin für Anfang Januar gemacht.
    Selbst bin ich gerade 27 geworden und hoffe bald mit HRT anzufangen. Geoutet habe ich mich auch, aber muss abwarten, bis ich Arbeit habe. Mein Umfeld ist zwischen „warte ab“ und „bloss nichts der Oma erzählen“ gespalten.
    Und ich habe Angst, dass ich eine RLE machen muss. Steht ja immernoch in den Richtlinien drinne. Ich schlucke seit August Finasterid um gegen den Haarausfall zu kämpfen.

    Keine Ahnung. Ich war schon bei der Endokrinologin in Frankfurt am Main, habe auch schon Blutwerte, aber ich müsste ein Jahr lang warten (O-Ton ärztin). Aber ich fühle mich bereit, endlich HRT anzufangen. Aber ich will auch das volle Programm. Nur es gibt nichts ohne Indikation. Keine Stimmenreparatur. Keine Barthaarentfernung. Keine Vornamensänderung / Personenstandsänderung.

    Ist es wirklich noch so häufig, eine RLE vor der HRT hier machen zu müssen?

    Vielen Dank.

    Viele Grüssse,
    Sarah

     
  • Queen Mum sagt:

    Hallo , ich bin heute Morgen noch etwas „geflasht“ und sauge gerade alles an Informationen zur transsexualität in mich auf.Mein Schwiegersohn und meine tochter haben uns gestern Abend über die Transsexualität meines Schwiegersohns informiert . Ich habe in den letzten monaten gemerkt , daß es bei den Beiden irgendwelche Probleme gibt aber da sie 300km entfernt wohnen , bekommt man natürlich nicht viel mit.Ich habe meinen Schwiegersohn unheimlich lieb und ihn immer mehr als „richtigen“ Sohn gesehen als „nur“ angeheiratet.Seine Mutter und die engsten Freunde sind schon informiert und haben es wohl recht gut aufgenommen . Meine Tochter kommt nach dem ersten Schock wohl auch ganz gut damit klar.Für mich/uns ist der Gedanke jetzt eine Schwiegertochter zu haben noch sehr seltsam aber der Mensch ist immer noch der Selbe und ob er nun Mann , Frau oder werweisswas ist , spielt eigentlich keine Rolle . Es wird für die Beiden eine sehr schwierige Zeit werden aber sie wollen auf jeden Fall ein Paar bleiben und sehen , was die nächsten Jahre bringen.Ich versuche nun , das Ganze ein wenig besser zu verstehen und auch mich zu informieren , was da auf -ja – auf meine Schwiegertochter zukommt.Der Kinderwunsch ist bei beiden auf jeden Fall noch vorhanden und sie wollen eine Familie gründen bevor die Hormonbehandlung beginnt – also kann ich mich weiter auf ein Enkelkind freuen.Beide sind jedenfalls froh über unsere Reaktion – sie hatten zwar damit gerechnet aber trotzdem Angst vor Ablehnung gehabt,Nun hab ich einen Sohn verloren und noch eine Tochter dazu bekommen – das muß erstmal etwas sacken aber Dank solcher Seiten wie hier kann ich mich zumindest über die Abläufe und auch Gedanken gleichgesinnter informieren.

     
  • petra sagt:

    Freut mich und wenn ich helfen kann, einfach schreiben. Das Wichtigste hast Du aber schon erkannt: aber der Mensch ist immer noch der Selbe…
    Lg Petra

     
  • Sidney sagt:

    Vielen dank für den Post 🙂
    Ich bin jetzt 26. Jahre alt und hab mich endlich zu einem Outing bekannt .. (ok ich hatte schonmal eins mit 13 aber da war meine Mutter wohl etwas überfordert mit der situation)

    Ich hab noch einen langen Weg vor mir auch wenn ich seit einem Monat schon aus Frau auftrete aber ich wusste bisjetzt nicht wie und wo ich anzufangen hab.

    Also vielen dank dafür 😀
    LG Sidney

     
  • Dennis sagt:

    Bin jetzt 32 und gehöre wahrscheinlich zu den Fällen die das ganze in der Pupertät verdrängt haben. Im moment binich noch in therapie wegen einer langzeit- depression (th und uch sind uns soweit einig das das deswegen und wegen einem Schilddrüsen-problem, leichtes Hashimoto, kommt. Seit ich die Medikamente nehne hab ich angefangen mich selbst zu beobachten… und festgestellt ds rest von mir nicht unbedingt mit meinem Kopf übereinstimmt. So gesehen bin ich noch am Anfang. Bin wohl eher ftm aber danke für den toll geschriebenen Lebenslauf. Fühl dich geknuddelt ^^

     
  • Chaklin sagt:

    Hallo !

    Muss ich bevor ich einen Phychologen aufsuche , eine Überweisung von meinem Hausarzt einholen .

    Vielen Dank
    Chaklin

     
  • petra sagt:

    Ich musste es nicht. Das sagt Dir dann aber der Psychologe, wenn Du einen Termin bekommen hast. Viel Erfolg LG Petra

     
  • Ivo sagt:

    Hallo es ist sehr interessant all diese Erfahrungen zu lesen
    ich bin 25 und habe immer gemerkt das ich mich nie so wirklich wohl in meiner Haut gefühlt hab
    das ist eigentlich seit frühster Kindheit so Habe es aber im Laufe der Pubertät bis heute irgendwie verdrängt seit einiger zeit merke ich aber das ich mir da selbst etwas vormache und weiß jetzt wo mein Weg hingehen soll wie ich jetzt weiß scheint es bis dahin aber ein langer Weg zu sein Ich werde Ihn gehen weiß aber auch noch nicht genau wo anfangen soll
    LG

     
  • Alice sagt:

    Hey, Ich bin seit c.a. 6 Jahren auf HRT, aber bin in Sachen GaOP immer von der ganzen Bürokratie abgeschreckt worden (warum mit einem feindseelien System kämpfen, wenn man einfach ein paar Monate in die Depression zurückrutschen kann). Ich hate die längste Zeit auch nur Gutachter und erst seit ein paar Monaten eine Therapeutin.
    Ich wollte ursprünglich einfach warten bis ich endlich mal Geld verdiene und das ganze aus eigener Tasche erledigen lassen, aber ich bin Studentin und Jahre davon entfernt diese Mengen von Geld zu verdienen und ich halte es einfach nicht mehr aus.
    Ich lese überall das die Psychotherapie 18 monate gedauert haben soll, aber so lange kann ich nicht warten. Kann mir irgendwer verraten wie die Chancen stehen das bei meiner Vorgeschichte auch ein paar Monate Therapie reichen?

     
    • petra sagt:

      Das hängt von der Krankenversicherung ab, aber die meisten bestehen da leider drauf. Versuchen kann man es. Am besten einfach mal bei deiner Versicherung anrufen und fragen. Drück Dir die Daumen LG Petra

       
      • Sarah sagt:

        hängt das nicht von deinen Gutachtern ab, so wie ich das verstehe ist es vom MHD anbhängig und von Therapeuten. Wenn dein Therapeut sagt nach 6 Monaten bist Fit für HRT geht alles andere eigentlich seinen Gang. Sitzt man vor seinem Therpeuten und lässt Zweifel aufkommen hat man sowieso verloren. Bisschen Rückgrat zeigen und es wird, man muss an sich selbst glauben und nicht das was man im Inet über uns liest.

        Vorher braucht man auch nicht seine Krankenkasse in Angst und Schrecken versetzen wegen auf sie zukommende Kosten. Immer den Ball flach halten und nicht zu viel Aufsehen machen, wenn es soweit ist wird es die Krankenkasse schon merken ….

         
  • Nicola sagt:

    Mich würde mal interessieren,wie exact das Indikationsschreiben aussehen soll.
    Mein Therapeut,denkt da an nen 3Zeiler oder so er hat halt nicht soviel Erfahrung mit Transsexualität und weis nicht genau was er schreiben soll.Ich bin aber froh,überhaupt jemanden in meiner Nähe 30km gefunden zu haben und muss mir pro Termin jede Woche ein Auto ausleihen.Er würde was schreiben und mein Hausarzt würde was VERschreiben wenn er vom Therapeuten was bekommt.
    Ganz ehrlich:
    Mich kotzt der ganze Bürokratis he scheiss total an.Personenstandsänderung,sowie Namensänderung kommt für mich eh nicht in Betrachtweil ich das Geld dafür nicht habe und es in De so ist dass nur Leute mit Geld sich Transse ualität leisten können.Die GaOp soll fast 3000€ Eigenanteil kosten lauter solches Zeug.
    Für mich ist wichtig dass ich wenigstens die HRT bezahlt bekomme ich hab schliesslich jahrelang in die Kasse eingezahlt und war 3-4mal beim Doc.
    Kartoffelland eben

     
    • petra sagt:

      Na ganz so schlimm ist das nicht.
      Falls Du kein Geld hast, kannst du fur die PÄ Prozesskostenhilfe beantragen.

      Für die GuOP muss Du nur aktuell beim Schaff/Morath selber was zuzahlen.

      Wenn Du die HRT über deinen Hausarzt verschrieben haben möchtest, frag ihn am besten, wS er benötigt.

      Viel Erfolg Lg Petra

       
  • Manuela sagt:

    Hi Mädels!
    Es ist immer wieder erstaunlich, was in unserer Republik so veranstaltet wird mit Menschen wie uns. Fakt ist, es gibt werdere für eine HET noch eine GOAP irgendwelche gesetzlichen Regelungen in Deutschland. Es liegt alles einzig und allein in den Händen der jeweils beteiligten Ärzte, was wann wo und wie abläuft. Einzig die MDK´s schießen gerne quer und meinen, es gäbe Regelungen, Normabläufe, standardisierte Verfahren oder dergleichen. Denen geht es einzig und allein um den Kostenfaktor, deshalb blockieren und verzögern sie. Aus keinem anderen Grund. Ich selbst habe das Glück als Privatpatientin nicht auf das Wohl und Wehe dieser Leute angewiesen zu sein, die willkürlich und selbstherrlich nach Gutsherrenart entscheiden ohne irgendeine nachvollziehbare Grundlage aufzeigen zu können.
    In meinem Fall wurde die Hormontherapie von meinem Frauenarzt ohne großes Palaver verschrieben. Mein weiblicher Vorname wurde und wird von allen privaten und offiziellen Stellen ohne PÄ oder VÄ respektiert, meinen Perso ziert ein weibliches Foto, meinen dgti Ausweis lege ich jedem vor, der einen Ausweis sehen möchte und bislang hat jeder das anerkannt. Für meine GOAP benötige ich jetzt lediglich ein Indikationsschreiben. Den Termin für meine Voruntersuchung zur GOAP hatte ich innerhalb von drei Wochen. Den Termin bei einem Psychologen hatte ich innerhalb von 14 Tagen. Die Kostenübernahme gebe ich durch eigene Erklärung ab.
    Warum ich das alles schreibe?
    Weil es ein deutliches Beispiel dafür ist, dass Privatpatienten in unserem Land erhebliche Vorteile haben.
    Ob ich das gut finde, obwohl ich davon profitiere?
    Nein! Es ist aber so und leider kann ich wohl daran nichts ändern.

    Fazit aber und wichtig für alle: Es gibt in der BRD keinerlei verbindlichen Regelungen zur Hormontherapie oder GOAP!

     
    • Maya sagt:

      Es ist ein Irrglaube zu glauben, dass Ärzte dazu verpflichtet sind, alle Wünsche des Patienten bedingungslos zu erfüllen (zumindest nach deutschem Recht).

      In erster Linie sind Ärzte dazu verpflichtet, das körperliche Wohl der Patienten sicherzustellen, zum einen indem sie sie behandeln, wenn notwendig, aber auch in der Hinsicht, dass dem Patienten kein erheblicher und unbegründeter Schaden zugefügt werden darf, wenn es nicht zwingend notwendig ist.

      Und aus dem zweiten Punkt heraus ergibt sich, dass sich Ärzte strafbar machen können (Körperverletzung in den meisten Fällen), wenn sie ohne ausreichende indikativer oder gutachterlicher Absicherung Eingriffe unternehmen, die potenziell dazu in der Lage sind, die Lebensqualität des Patienten zu verschlechtern.

      Ich finde es durchaus erstrebenswert, wenn der Weg auf den kürzestmöglichen Zeitraum gesenkt werden kann, bspw. wenn man als Patient sehr gute Fortschritte macht und auch gute und ehrliche Überzeugungsarbeit leisten kann, allerdings fände ich es ziemlich bedenklich, wenn das ganze komplett ohne Hürden stattfinden würde, vor allem in Hinblick auf die oft nur bedingt ausreichenden Kenntnisse, die sich die Patienten selbst erarbeiten und teilweise sogar falsch deuten.
      Gerade wenn ich lese, was einige TS auf Youtube bei entsprechenden Videos ablassen verwundert es mich jedenfalls nicht, dass Ärzte absolut sichergehen wollen, dass sie dem Patienten nicht dabei helfen, einen Fehler zu begehen.

       
  • Marcel sagt:

    Heey ich heiße Marcel schrecklicher Name für mich ich bin 18 Jahre und ein Junge und ich denke seid fasst 5 Jahren drüber nach im falschen Körper zu sein was ich auch weiß das ich es bin wenn ich mir das alles so durchlese bekomme ich Panik weil MDK UND DAS ALLES
    Ich möchte einfach fragen ob der normale Hausarzt diese Tabletten verschreiben darf und das mit der Perso alles damit mit dem Namen Anerkennung und so
    Muss man ein Therapeuten besuchen muss man alltagstest machen oder reicht wenn der Hausarzt das alles macht kann er das machen oder wie ich stelle mir leider immer alles so leicht vor weil ich habe es mir so gedacht ich gehe zum Hausarzt und wenn alles oke ist verschreiben lassen und unter seiner Aufsicht die Tabletten nehmen weil 2 Jahre Therapie immer zum Therapeuten ich habe nur schlechte Erfahrung und ich heiße halt Marcel würde lieber „Ronja“ heißen aber ka wie das alles ablaufen muss das auch alles klappt ich bin durcheinander
    Weil jedes mal sehe ich meine Nichte geschminkt und in Mädchen Sachen denke mir so danke danke echt auch wenn sie nix für kann ich habe immer von ihr heimlich Sachen angezogen ich war auch manchmal weiblich draußen aber würde immer gemobbt weil ich hier bekannt bin und meine Frage wie gesagt um das alles zu machen recht ein Hausarzt aus oder wie würde mich freuen wenn eine Rückmeldung kommt
    Was ich halt nicht möchte ist das es als so lange dauert ich möchte erstmal die weiblichen Hormon Tabletten nehmen unter Aufsicht vom Hausarzt und dann erst nach ka 1 jahr die op da denke ich das ich Therapie machen muss wo ich dann vllt bereit bin aber davon kann net habe immer seelische Schmerzen könnt auch eine Mail schreiben bitte
    Teambd@gmx.de
    LG Marcel oder ronja tut mir leid

     
  • Isi sagt:

    Wow, wenn frau diese ganzen Kommentare liest, kann ihr ja ganz schwindelig werden, dabei hat Petra die Eckdaten oben ganz klar vorgegeben:
    Es gibt für HRT und GAOP KEINE gesetzlich bindenden Vorgaben!
    Das heißt, dass rein theoretisch jeder Hausarzt oder Fauenarzt usw die Hormone im Rahmen seiner Therapie- und Medikationsfreiheit verschreiben darf.
    Gleiches gilt sinngemäß für die GAOP.
    Das Problem liegt in der Gesichertheit der Diagnose.
    Und da möchte sich die Ärzte gerne absichern.
    Am besten durch einen Psychiater, der die (mittlerweile veraltete) Diagnose F.64.0 stellt.
    Mit der Diagnose dann direkt zu einer/einem Endo, die/der weiß, was sie/er da tut!
    NICHT zu i-einem Urulogen, der mit Uralt-Dosierung arbeitet, weil in der Materie nicht auf dem aktuellen Stand ist.

    Die Vornamens- und Personenstandsänderung hingegen ist eine ganz andere Sache und hat mit all dem Vergenannten prinzipiell NICHTS zu tun!
    Für die VÄPÄ braucht ihr zwei Gutachten von zwei verschiedenen Gutachtern, die mit euch NICHT in Arzt-Patienten-Bziehung stehen oder gestanden haben dürfen.
    Diese werden vom Gericht bestimmt.
    Den Gutachtern müsst ihr glaubhaft machen, dass ihr ein anderes Geschlecht habt/seid, als es bisher in der Geburtsurkunde steht.
    Aber wie überzeugt man die GutachterInnen und den Psychater, der F.64.0 diagnostizieren soll?
    Und damit kommen wir zu einem der entwürdigsten Schauspiele, die sich unsere Demokratie je für eine Minderheit ausgedacht hat:
    Den sogenannten Alltagstest.
    Entwürdigend deshalb, weil ein Mensch im Körper eines bestimmten Geschlechtes sich gegengeschlechtlich „verkleiden“ und damit beweisen soll, dass er in der gegengeschlechttlichen Rolle leben kann und vollkommen anerkannt wird.
    Was natürlich ohne HRT, Sprachtherapie oder Epilation ein Ding der Unmöglichkeit ist und trotz aller Beteuerungen des Gegenteils ein Spießrutenlauf für diejenigen ist, die sich diesem Alltagstest unterwerfen müssen.
    Und trotzdem gibt es an dieser empörenden Anmaßung unserer Gesetzgeber etwas Gutes:
    Zum einen lässt sich jemand, der die Tortur des Alltagstests durchsteht, auch durch spitzfindige Fangfragen i-welcher GutachterInnen nicht verwirren.
    Zum anderen gibt das 24/7-Leben im wahren Geschlecht eine unendlich große Sicherheit im Umgang mit Kleidung, Habitus, Bewegungsabläufen usw., viel stärker, als sich nur für den Besuch beim Psych umzukleiden.
    Denn letzten Endes verlangt der Alltagstest nichts anderes, als dass ihr genau so lebt, wie ihr eigentlich immer hattet leben wollen: als Mann bzw als Frau.
    Der Alltagstest führt dadurch per Holzhammermethode dazu, dass das wahre Geschlecht nicht nur als zeitweilige, sondern als permanente Wahrheit gelebt und somit tief verinnerlicht wird.
    Je besser euch das VOR dem Besuch der Psychs gelingt, um so größer die Chance, das gewünschte Gutachten bzw. die gewünschte Diagnose gleich beim ersten Termin zu bekommen.

    Ansonsten ist und bleibt es eine angemaßte Frechheit, dass i-welche wildfremden Leute innerhalb weniger Stunden für andere, mündige, wahlberechtigte Staatsbürger entscheiden zu können glauben, welchem Geschlecht sich diese selber als zugehörig ansehen.
    Zum Glück ist diese Praxis vom Bundesrat mittlerweile gekippt.

    Und daran erkennt ihr, dass gerade auch in diesem unseren Bereich vieles im Fluss ist und dieses meiniges Statement auch nur den Status Quo von heute darstellt.

    Lasst euch trotzdem von ÄrztInnen, die euch anderes erzählen wollen, nicht ins Bockshorn jagen, sondern verlangt schriftliche Belege für deren Behauptungen.
    Können sie diese nicht liefern, sucht euch andere ÄrztInnen.

     
  • Manuela Alena sagt:

    Hi Mädels!
    Mein OP Termin ist im Januar 2018, meine HET, betreut und verordnet von meinem Frauenarzt, läuft problemlos. Mein OP Indikationsschreiben habe ich nach einmaligem, knapp 45 minütigem Gespräch mit einem Chefarzt der Psychiatrie bekommen. Mir ist also abgesehen von den 45 Minuten bei dem Chefarzt kein Psychologe zu nahe getreten. Und das ist gut so!

    Für die VÄ/PÄ benötigt man – zur Zeit jedenfalls noch – nach dem leidigen Transsexuellengesetz, das bereits in sechs Fällen vom Bundesverfassungsgericht für verfassungswidrig erklärt wurde, zwei psychologische Gutachten. Diese gesetzlich vorgeschriebenen Zwangsgutachten werden auf die unterschiedlichste Weise erstellt. Manchmal nach einer Sitzung von knapp 30 Minuten, manchmal nach einer Sitzung von 3 Stunden. Die anschließende mündliche Verhandlung vor dem zuständigen Amtsgericht dauert in den meisten Fällen kaum mehr als 5 Minuten! Das ganze Verfahren ist eine Farce. In Oldenburg, dem zuständigen Amtsgericht für den nordwestlichen Bereich Niedersachsens, kostet das Verfahren ca. 1.000,00 €. Nach einem Vorschuss von 1.500,00 € wird nach Ende des Verfahrens der überzahlte Betrag zurücküberwiesen. In verschiedenen Foren geistern auch ganz andere Beträge (zwischen 2.000,00 € und 5.000,00 €) herum. Die von mir genannten Zahlen sind überprüfbar und belegbar.

    Von verlangten Alltagstests habe ich – gottlob – schon lange nichts mehr gehört.

    Schon vor der amtlichen Vornamensänderung hat jede Person das Recht, mit dem Vornamen ihrer Wahl zu leben. Lediglich im offiziellen Rechtsverkehr (vor Gerichten) spielt der amtliche Name eine Rolle.

    Es gibt bereits eine erhebliche Anzahl von Banken und Sparkassen die es ermöglichen, eine Kontokarte/Kreditkarte auf den gewählten Vornamen zu bekommen. Meine Dienststelle – das Land Niedersachsen – benutzt meinen weiblichen Vornamen, meine Ärzte, meine Besoldungsstelle, die Beihilfestelle, der ADAC, mein Verein…

    Eigentlich benötige ich die amtsgerichtliche Frauenbestätigung nur wegen dem Reisepass. Auf dem Perso steht keine Geschlechtsangabe.

    Und nach der OP? Soll ich dann, wenn ich noch keine amtsricherliche Frauenbestätigung habe, zur Geschlechtsbestimmung das Höschen runterlassen???? Oder will mir dann ein Psychologe erzählen was ich bin????

    Ist schon eine bedenkliche Rechtssituation hier in unserem Land!

    Ich bin grundsätzliche gegen Zwangsbegutachtungen und meine, das Vornamensänderungs- und Personenstandsänderungsverfahren gehört von den Gerichten weg zu den Standesämtern! Alles andere widerspricht dem Grundgesetz (die Würde des Menschen ist unverletzlich, jeder hat das Recht auf freie Entfaltung seiner Persönlichkeit.)

    Liebe Grüße
    Manuela

     
  • Benni sagt:

    Hey, ich bin Benni (noch), ich fühle mich schon seit ich 15 bin als Mädchen. Zeigen kann ich dass trotzdem nicht weil ich aus einer sehr gläubigen Familie komme. Ich werde in drei Wochen 18 und ich will ab dann dass zeigen was ich bin. Mein Problem ist nur dass ich schon bald aus der Pubertät raus bin und dass ich die Stimme eines Mannes besitze. Und ich habe auch leider den Körper eines Mannes (was mich anekelt). Ich weiß aber nicht wie ich das machen soll. Ich habe weder das Finanzielle noch die Unterstützung auf meiner Seite. Ich hoffe du könntest mir einen zukommen.

    Danke schon mal im voraus.

     

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