Hormonmädchen

Transsexualität

Für Angehörige

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 Wie jetzt, warum, was soll ich jetzt machen?

Verhalten für Angehörige bei TranssexualitätIch habe ja nun selber eine transexuelle Vergangenheit und es gab Zeiten, da wunderte ich mich doch, wie „Nichtbetroffene“ reagierten, wenn ich Ihnen von meiner Transsexualität erzählte. Sie stellten Fragen, hörten mir zu und manche überlegten was sie falsch gemacht hatten.

Nachdem ich nun die Angleichung abgeschlossen habe, stelle ich fest, dass sich meine Sichtweise auf verschiedene Reaktionen meiner Freunde, Familie und auch Interessierten im Laufe der Zeit verändert hat. Ich weiß dass es für mein Umfeld sicherlich nicht immer leicht war, für mich alles richtig zu machen. Aus diesem Grund möchte ich hier auch den „Wegbegleitern“ einige Dinge an die Hand geben, die den Umgang mit Transsexuellen etwas einfacher macht. Die Phasen sind sicherlich nicht bindet, da es durchaus auch transsexuelle Menschen gibt, die zum Zeitpunkt des Comingouts bereits in der „Angekommenphase“ sind, aber das wird die Person dann schon sagen 🙂

Findungsphase

In dieser Phase findet ein transsexueller Mensch heraus, was mit ihm los ist. Das kann bereits im Alter von 4 Jahren sein, es kann aber auch sein, dass man erst mit 40 erkennt was man schon immer war. Viele, die erst spät ihr Coming Out starten, versuchen Jahrzehntelang die von der Gesellschaft vorgegebenen Rolle zu erfüllen und es gibt auch welche, die trauen sich nie, den Weg loszugehen, das Leben zu leben, welches sie in sich spüren.
Es gibt Transsexuelle, die wissen von Anfang an, dass sie dem anderen Geschlecht zugehörig sind, Andere durchlaufen verschiedene „Ausprobierungsphasen“. So kann ein transsexueller Mensch durchaus mal geglaubt haben, dass er einen Fetisch hat und jahrelang sich als Transvestit durchs Leben geschlagen haben. (Nicht jeder Transvestit ist natürlich jetzt zwingend transsexuell). In dieser Phase haben Angehörige nur selten Berührungen mit Diesen, da diese Findungsphase oftmals im Geheimen stattfindet. Ich appeliere allerdings an die Gesellschaft, dass nicht jeder Mensch, der nicht eindeutig einem Geschlecht zugeordnet werden kann, belächelt oder gemobbt wird. Vielfalt statt Einfalt.

Comingout Phase

Wenn sich ein transsexueller Mensch dazu entschlossen hat diesen Weg loszugehen, wird er oftmals das engste Umfeld von seinem Innersten erzählen. Für die wenigsten ist es keine Überraschung, die meisten Leute reagieren erst einmal verwundert bis erschrocken. Dieses ist (leider noch) normal, da es als etwas abnormales, perveses oder eben außergewöhnliches gesehen wird. Es kommen so Sätze wie:

  • Bist Du schwul?
  • Du warst doch immer so männlich.
  • das lassen wir behandeln und kriegen das schon wieder hin
  • Was habe ich falsch gemacht?
  • Iiiiiiihhhh, damit will ich nichts zu tun haben.
  • Hör mir auf mit diesen Sexzeugs

Wenn man sich nun nach dem „ersten Schock“ ein wenig mit der Thematik befasst, wird man schnell feststellen. Nichts von Allem trifft zu. Mittlerweile ist es nahezu bewiesen, dass Transsexualität angeboren ist und mit einer sexuellen Neigung hat es genauso viel zu tun, wie FastFood mit gesunder Ernährung (lies dazu auch das Thema Sexuelle Orientierung und Transsexualität).

Akzeptanzphase

Nachdem es klar ist, dass es nicht nur ein doofer Witz zu Karneval war, gibt es einige Dinge, die man für „Betroffene“ tun kann. Diese sind:

  • Glauben schenken. Wer, wenn nicht man selber, weiß am besten was man ist. Man kann durchaus überrascht sein, aber wenn jemand sagt, dass er/sie transsexuell ist, ist das alles Andere als ein Witz und die Person, hat sich womöglich bereits Jahrzehntelang hinterfragt.
  • Hilfe anbieten. Viele sind am Anfang noch sehr verunsichert, da man gezwungenermaßen im falschen Geschlecht gelebt hat. Es gibt ganz banale Dinge, die zB. MzF (MannzuFrau) Transsexuelle lernen müssen, die für andere Frauen ganz normal sind (Haare fönen, schminken, Wäsche kaufen …) Eine Shoopingtour mit einer guten Freundin wird meistens dankbar angenommen. Oder wie wäre es bei FzM (FrauzuMann) Transsexuellen mit ner Einladung zu einem Fußballnachmittag. Klar sind das Klischees, aber viele Betroffene holen sich gerade am Anfang über diese Dinge Kraft und das Selbstbewusstsein, welches sie für den Weg benötigen. Un das Gefühl dazu zugehören bringt den „Betroffenen“ schon sehr viel.
  • Zuhören und Reden. Da gibt es etwas, was in einem brodelt und eingesperrt war. Nun ist es raus und man fühlt sich unheimlich befreit von diesem Druck und da ist es normal, dass sich erst einmal Alles um dieses Thema dreht. Für Angehörige ist das alles Fremd und Neu und man hat tausende Fragen. Also raus damit, so haben beide etwas davon. (ACHTUNG: dieser Zustand ändert sich auch wieder, also nutzt die Chance und fragt uns Löcher in den Bauch)

Angleichungsphase

In dieser Phase gleichen wir uns unserem innersten Geschlecht möglichst nach unseren Vorstellungen an. Wir sind in den kommenden Monaten/Jahren total auf dieses eine Ziel fixiert und das hat oberste Priorität. Wir besuchen Ärzte, müssen zu Behörden, schlagen uns mit Krankenversicherungen rum und planen mögliche Operationen (Geschlechtsangleichende Operation – macht aber lange nicht jeder – oder auch Gesichtsverändernde Maßnahmen). Wir verändern unseren Vornamen und nehmen Medikamente, die unseren Körper verändern. Aber bei den ganzen Dingen ist eins ganz wichtig: Wir sind immer noch der selbe Mensch, der wir vor unserem Comingout waren. Wir strahlen meistens mehr und sind ausgelassener und fröhlicher. In dieser Phase trennt sich auch meist die Spreu vom Weizen. Die Menschen, die begriffen haben was wir sind, bleiben, die, die nach unbekannten Gründen suchen und uns nicht so akzeptieren wie wir und was wir sind, gehen einen anderen Weg.
Das ist manchmal sehr belastend für uns, wenn es sich um nahe Angehörige handelt, aber es kann auch befreiend sein, wenn die ewig Gestrigen unser Leben nicht weiter begleiten. In dieser Phase brauchen die meisten:

  • Komplimente. Gerade wenn man nicht so aussieht, wie das Wunschgeschlecht, hilft es so Sätze zu hören wie:“ Dein Gesicht sieht schon viel weicher aus oder Du hast ein schönes Augen-Makeup (bei MzF)“ Man muss uns nicht anlügen, aber es gibt bei jedem kleine Veränderungen, die man hervorheben kann.
  • Ehrlichkeit. Genauso ist es wichtig, Verbesserungen oder auch sanfte Kritik anzubringen. Ich höre heute noch gerne, wenn mich jemand auf meinen (wie ich finde) zu maskulinen Gang aufmerksam macht.
  • Aufmunterung. Es gibt in dieser Phase immer mal wieder Rückschläge. Sei es das Belächeln von Fremden auf der Straße oder die abgelehnte Nadelepilation für die Gesichtsbehaarung durch die Versicherung. Da kann man noch so sehr vor Selbstbewusstsein strotzen Das ist irgendwann mal erschöpft. Ein aufmunterndes Wort oder eine Umarmung können manchmal Wunder bewirken <3
  • Namen/Artikel. Benutzt nur noch den neuen Namen und die dazu gehörige Anrede. Wenn man mal ausversehen ein falsches „er oder sie“ benutzt ist ds noch nicht schlimm, aber arbeitet daran. Noch haben die meisten Verständnis und Geduld mit den Angehörigen

Angekommenphase

Nachdem man nun mit den ganzen Dingen der gewünschten Angleichung fertig ist, kommt der Alltag wieder. Die, die jetzt noch „übrig“ sind, stehen zu einem oder sind neu dazu gekommene Freunde oder Partner, die man auf seinem Weg oder gerade erst kennengelernt hat (zB. durch neuen Wohnort oder Arbeitsplatz). Man hat Stunden oder Tage über das Thema gesprochen, man hat geheult, wenn es nicht weiterging und sich auch gefreut, wenn etwas positiv zu Ende gebracht wurde.
Nun muss man unterscheiden zwischen den „alten“ und den „neuen“ Menschen.
Transsexuelle haben oftmals nach den ganzen Fragerunden nicht mehr so das Bedürfnis über ihre Vergangenheit zu sprechen. Das gute daran, die „alten“ Freunde und Angehörigen genauso wenig und so ist zwischen diesen Menschen ein normales (was ist das eigentlich) Leben sehr schnell und gut möglich.
Bei den „Neuen“ sieht das leider etwas anderes aus, da die uns sozusagen in der Comingout Phase kennenlernen (aus ihrer Sicht). Aus diesem grund ist es für „Nichtbetroffene“ sehr wichtig zu wissen, in welchem Status sich Transsexuelle gerade befinden. Nachfolgend mal eine Liste von Dingen, die man als Frau/Mann (mit transsexueller Vergangenheit) nicht hören möchte:

10 Fragen/Dinge und die möglichen Antworten 😉

Hast du schon die Operation gehabt?

Ich hatte viele Operationen, Blindarm-Op, Mandel-Op. Ich weiß, was Du meinst, aber ich möchte es Dir nicht beantworten, um Dich zu ärgern. Operationen und vor allem Genitalien sind etwas Privates.
Ich stelle mir dann immer vor, wenn ich einen Mann kennenlernen und sagen würde:
Hallo…, sag mal bist Du beschnitten und wie groß ist Dein Penis?
Die Angleichung handelt nicht nur von Genitalien und Operationen, der soziale Aspekt des Übergangs ist oftmals weitaus komplizierter und komplexer. Sofern Du mich also nicht fragst, um mit mir zu schlafen, sollte alles was unter der Kleidung ist, ohne Belang sein. Und wenn Du mich fragst, um mit mir zu schlafen, dann möchte ich zuerst sehen, was unter Deiner Kleidung ist, bevor ich meine endgültige Entscheidung treffe.

Ich habe kein Problem damit – Es macht mir nicht aus.

Schön, dass Du kein Problem mit Frauen hast, ich habe auch kein Problem damit, dass Du ein Mann/Frau bist.

Wann hast Du Dich entschieden Frau zu werden?

Ich habe mich nicht dazu entschieden, hast Du Dir Dein Geschlecht ausgesucht?
Es war eine Notwendigkeit diesen Weg der Angleichung zu gehen.

Du siehst ja ganz normal aus.

Danke, Du auch, aber Du musst mich mal bei Vollmond sehen.

Wie hast Du Sex?

Kauf mir ein Paar Manolo Blahnik und ich zeig es Dir. Ernsthaft, ich habe genauso Sex wie Du und jeder Andere.

Bist Du und Dein Freund schwul?

Mir hat man in der Schule beigebracht, dass wenn eine Frau und ein Mann eine Beziehung haben, hetero sind. Falls es da aber neue Erkenntnisse gibt, kläre mich ruhig auf.

Ich sehe immer noch Dein altes ich in Dir.

Schön, dass Du das erkannt hast, aber wenn Du damit meinst, dass Du noch „Männliches“ an mir siehst, so wäre es schön, wenn Du das für Dich behältst .

Wie ist Dein richtiger Name?

Petra, aber Du darfst auch Frau … sagen, wenn Du möchtest.
Ich bin kein Künstler oder Geheimagent und benutzte daher immer meinen richtigen Namen.

Welche Toilette benutzt Du?

Ich benutzte die Toilette, die meinem empfundenen Geschlecht entspricht, genauso wie Du es machst. Aber ich benutze die Toilette aus demselben Grund wie Du, um ein Geschäft zu erledigen. Ich benutze auch das Toilettenpapier was dort hängt und wasche mir die Hände danach.

Kann ich ein altes Foto von Dir sehen?

Ich habe die ganzen Operationen auf mich genommen und schlucke täglich meine Hormone,
die eine Menge Nebenwirkungen haben, weil ich mein männliches Aussehen nicht ertragen habe. Wie kommst Du darauf, dass ich davon noch Fotos habe. Hast Du Fotos von Dir, als Du Dich richtig hässlich empfunden hast

Falls Dir die Fragen und Antworten gefallen, so kannst Du diese nun (teilweise) als nützliche Klappkarte erwerben.

  • Mindestauflage 10 Stück
  • Preis pro Karte 0,20 € (inkl. Porto – innerhalb Deutschlands. Andere Länder auf Anfrage)
  • Zahlung: Vorauskasse (Paypal möglich)

Bitte senden mir eine Email an petra@hormonmaedchen.de mit der Anzahl der gewünschten Karten, Deiner Postadresse und Bezahlungwunsch (Überweisung, Paypal) und ich sende Dir umgehend die Zahlungsanweisung.

klappkarte

Ich möchte hier aber auch noch einmal Danke sagen, an die Menschen, die uns begleiten. Dieser Weg ist auch für euch nicht einfach und in manchen Situationen ja auch viel überraschender und fremder. Transsexuelle befassen sich fast ein Leben lang mit der Thematik und für euch ist es in manchen Momenten so, als würde man euch den Boden unter euren Füssen wegreißen. Aber im Nachinein werdet ihr sehen, wir sind viel normaler als es scheint und das meiste ist nicht einmal halb so schlimm wie es sich im ersten Moment anhört.

 
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50 thoughts on “Für Angehörige

  • […] ihren Erfahrungen berichtet und auch nützliche Dinge für transsexuelle Menschen und für deren Angehörige […]

     
  • Christiane Andrea sagt:

    Super erklärt

     
  • Ehefrau sagt:

    Komisch, auf den Aspekt, dass man womöglich als Ehefrau 20 Jahre vom Mann verarscht wurde, weil er zu feige war, das vor Eheschließung mitzuteilen, OBWOHL er es schon immer wusste, wird nicht eingegangen.

     
    • petra sagt:

      Natürlich ist es für den Partner nicht einfach. Aber glaube mir, veraschen möchte keiner jemanden. Es ist vielleicht ein wenig die Hoffnung, dass es irgendwie anders geht und viele möchten sich es auch nicht eingestehen.

       
    • Verzweiflung sagt:

      Ehefrau ich bitte dich ganz dringend das wir beide mal Kontakt miteinander aufnehmen können.
      Es wäre mich sehr wichtig. Bin in der selben Situation wie du und denke auch so.

       
    • Verzweiflung sagt:

      Petra bitte wie kann ich persönlich mit Ehefrau in Kontakt treten?
      Kannst du meine Mail Adresse weiterleiten bitte

       
    • Thessa sagt:

      1. Zum „Verarschen“ gehört die Absicht, dies zu tun. Die kann man wohl kaum unterstellen.
      2. Zum „verarscht werden“ gehören immer zwei, will sagen: auch jemand, der nicht sehen will bzw. tabuisiert.
      3. 20 Jahre? Bist Du noch die selbe wie vor 20 Jahren? Wohl kaum und hoffentlich nicht. Man nennt das auch Entwicklung und die kann viele Richtungen einschlagen. Oder wie erklärst Du Dir sonst die Scheidungsraten?

       
  • Ehefrau sagt:

    Naja, „Hoffnung, dass es irgendwie anders geht und nicht eingestehen“ finde ich schon sehr egoistisch. Er hat die Entscheidung getroffen, trotz der Veranlagung eine Ehe „probieren“ zu wollen. Diese Entscheidung hätte ich auch gern getroffen, ob ich mit der Veranlagung eine Ehe überhaupt möchte. Ich hätte mich dagegen entschieden. Konnte ich aber nicht, da verschwiegen. Nun hängen die Kinder und ich in einem Scherbenhaufen! Und das hat nur er zu verantworten. Ich finde das unglaublich egoistisch! Mir ist klar, dass er nichts für die Transsexualität kann. Aber er kann etwas dafür, es verschwiegen zu haben!

     
    • petra sagt:

      Wie gesagt, wenn sie es zu dem Zeitpunkt gewusst hat, gebe ich Dir Recht und ich kann Dich verstehen, aber viele wissen es eben nicht und warum etwas dann erzählen, was nicht feststeht.
      Ich verstehe Deine Seite, aber versuche auch die andere Seite zu sehen, da Du ansonsten den Egoismus lebst, den Du Deinem Expartner vorwirfst.

       
  • Ehefrau sagt:

    Ich glaube, wir kommen auf keinen Nenner. Allein die Tatsache, dass er wusste, dass er die Veranlagung hat, und das nicht mitteilt, ist egoistisch. Auch wenn er nicht zu 100 % gewusst hat, ob er wirklich eine Frau werden möchte! Es einfach auszuprobieren und mich als Versuchskaninchen zu nehmen, ist eine Frechheit. Ich hätte das nie ausprobiert, weil ich es ekelhaft finde, mit einer lesbischen Transfrau verheiratet zu sein. Und keine Lust gehabt hätte, irgendwann festzustellen, mein Mann will eine Frau sein. Ich, im umgekehrtern Fall, hätte keinen Mann geheiratet, mit dem Wissen, dass ich selber VIELLEICHT einer sein will. Egoistisch bin ICH keineswegs. Ich bin eine Frau und wollte einen Mann heiraten. Wäre ich eine Transe, hätte ich meinen Partner nicht verarscht. Nur weil Transen ein Problem haben, können sie nicht noch das Leben von anderen zerstören! Dann einfach im Vorfeld Ehrlichkeit und ich wäre als Freundin für ihn/sie/es (?) da gewesen!!!

     
    • Petra sagt:

      Sorry, ihre Wortwahl zeigt eindeutig, dass Sie nicht verstanden haben worum es bei Transsexualität geht, bzw sind aktuell nicht bereit es zu verstehen. Deswegen gebe ich Ihnen aktuell soweit recht: wir kommen auf keinen Nenner.
      Trotzdem wünsche ich Ihnen für die Zukunft alles gute und hoffe, dass Sie eines Tages das Ganze ein wenig sachlicher de her, da Sie ansonsten vor jeden neuen Beziehung einen Fragebogen an mögliche Partner verteilen müssten, um nicht später etwas zu erfahren, was sie so sehr stört. Ich möchte sie auch bitten, auf weitere Kommentare mit diskriminierender Wortwahl zu verzichten. Vielen dank im Voraus, Petra

       
    • Marry34 sagt:

      Hallo „Ehefrau“ mir geht es genau so! Würde gerne mit dir in Kontakt tretten um zu reden!! Ich weis selbst im Moment nicht weiter!! Lg.

       
  • Ehefrau sagt:

    Einen Fragebogen an mögliche Partner verteilen,um später nicht etwas zu erfahren, was einen stört????????????? Nun wird es amüsant! Bei einer Parnterschaft sollte man doch davon ausgehen, dass der Mann, den ich als Frau kennenlerne, einer sein will. Und wenn nicht, sollte er ehrlich genug sein, das mitzuteilen. Ich möchte mal die Frau sehen, die es nicht stört, dass der Mann sich schon immer heimlich weiblich gekleidet hat und vielleicht eine Frau werden will. Man wird ja deshalb nicht lesbisch! Das hat mit Fragenkatalog nichts zu tun. Es ist eine Grundvoraussetzung für eine ehrliche, harmonische Partnerschaft! Und ganz ehrlich, sowas will ich gar nicht vorher fragen! Ich setze voraus, dass das Gegenüber so etwas wichtiges mitteilt! Alles andere ist unehrlich und wahnsinnig egoistisch! Ich verstehe, dass man nichts für Transsexualität kann. Aber das zu verschweigen, damit die Partnerin einen nicht verlässt und es bewusst in Kauf zu nehmen, dass es schief gehen kann, ist wirlich nicht in Ordnung. Und auch Sie sollten das Verstehen, dass das falsch und unehrlich ist! Ja, da muss man auch mal zugeben, dass Verschweigen und Feigheit hier falsch sind!

     
    • Leonie sagt:

      Ganz ehrlich? Ich kann verstehen das du enttäuscht bist, dass er dieses wichtige Thema dir nicht mitgeteilt hat. Transsexuell ist angeboren und mittlerweile nachgewiesen. Viele Menschen zwingen sich trotzdem in die Ihnen zugeteilte Rolle, dabei lastet auf Ihnen ein großer Druck. Die Gesellschaft ist nicht Ansatzweise so weit, wie sie sein sollte um mit diesem Thema richtig umzugehen. Es wird konservativ gedacht und gelebt, dies ermöglicht es ruhiger schlafen zu können, weil man einfach die Lösung nimmt die einem vorgekaut wurde. Persvers. Ekelig. Unnatürlich. Entweder nimmt man den immense Last auf sich und versucht normal in den Augen anderer zu Leben. Er hat sich selber belogen, das ist traurig. Ich selber habe 23 Jahre lang meine Rolle perfekt gespielt, aber um nicht an Depressionen oder sonstigen kaputt zu gehen, lass ich lieber mein Inneres nach außen und Verkörper, das was ich bin. Eine Frau.

      Sie lebte als Mann, sie ging die Ehe mit dir ein. Hat Sie dir gesagt, das sie sich dich nicht liebt, weil sie sich wie eine Frau fühlt? Liebst du Ihn? Immerhin hast du zwei Kinder mit Ihr. Wenn dem so ist, dann müsstest du Ihn sogar jetzt noch Gefühle für Ihn haben. Dem scheint nicht so, du machst Sie am Geschlecht fest und somit war die Ehe schon beiden Seiten nicht ehrlich. Liebt man wirklich einen Menschen, dann liebt die Person, sein Inneres nicht sein Geschlecht. Du hast dich als Frau in einen Mann verliebt, die jetzt eine Frau seinen möchte. In meinen Augen kannst auch Heterossexuell bleiben, wenn du dich so sehr am Geschlecht fest machst. Hilf Ihr und zeig Ihr das Sie auch mit Penis leben kann. Dann bleibt für dein Gewissen das Geschlecht erhalten.

      Aber wichtig ist das du dir klar machst, dass du die Person liebst und nicht das Geschlecht. Einen auf diese Werte zu reduzieren ist Oberflächlig und danach zu Urteilen ist egoistisch, weil dies der einfache Weg ist. Derjenigen die kollektiv Denken statt individuell. Für die Kinder ist es schlimmer eine zerbrochene Ehe zu haben als 2 Mütter bzw. Frauen als Eltern. Als Scheidungskind kann ich aus Erfahrung sprechen, das eine zerstrittene Ehe mehr als nur Herzzerbrechend ist.

      Gruß Leonie

       
      • Angehörige sagt:

        Ich als „Kind2 kann sagen, dass ich drauf und dran bin meinen Vater zu verlieren. Gerade mein Bruder braucht diesen Halt eines Vaters und den wird er nicht geben können wenn er eine Frau ist. ELtern sind unsere Vorbilder, wir orentieren uns an ihnen und ich fühle mich wie wenn man mir mitten im Meer den Kopmpass wegnimmt. Ich muss mich komplett neu orientieren und das ist eine enorm grosse Herausforderung, auch emotional.

         
        • Ehefrau sagt:

          Leonie, Deinen Beitrag hab ich jetzt erst gesehen. Es gibt von mir auch ein klares NEIN dafür. Unabhängig davon, wie die „Ehe“ nun verlaufen ist bisher, kann es ja wohl nicht ernst gemeint sein, dass es einem egal ist, wenn man jemanden liebt, dass plötzlich das Geschlecht gewechselt wird! Ich bin wirklich entsetzt! Nein, ich möchte nicht, dass mein „Mann“ als Frau neben mir durch die Gegend stöckelt. Mit künstlicher Oberweite, später durch Hormone mit echter Oberweite. Das hat nichts mit Liebe zu tun.Im Gegenteil, man kann das dann auch so formulieren: Wenn die Liebe bei ihm da gewesen wäre, hätte er das nicht verschwiegen!!! Es jetzt so zu drehen, dass man von der Frau dann erwartet, das so hinzunehmen, Geschlecht rückblickend egal, wenn man liebt – ist nicht nachvollziehbar, sogar unfassbar. Kann eigentlich nicht wirklich ernst gemeint sein!!!!!

          Mein „Mann“ war leider nur mit sich beschäfigt, hat sich fast nie Zeit für die Familie genommen. Rückblickend klar, warum das so war. Ich habe alles mit den Kindern allein gemacht.

          Und für die Kinder ist es leider auch nicht besser, zwei Mütter zu haben. Leider ist Transsexualität gesellschaftlich nicht anerkannt. Und mein großer Sohn möchte auf keinen Fall, dass das jemand erfährt. Ihm ist sein „Vater“ abgrundtief peinlich (was auch eine ganz normale Reaktion ist in der Pubertät!). Und er hat panische Angst, dass das rauskommt und er deshalb gehänselt wird. Es war falsch vom „Vater“, ihm das im Streit an den Kopf zu werfen. Mein Sohn hatte tagelang mit Brechreiz zu kämpfen. Kann das alles gar nicht einordnen. Das jüngere Kind weiß es Gott sei Dank noch nicht.

          Mir ist bewusst, dass es Transsexuelle nicht leicht haben. Aber es ist falsch, das Thema immer wieder zu verharmlosen. Es darf nicht erwartet werden, dass das für Frau und Kinder kein Problem ist und man wieder zur normalen Tagesordnung übergeht. Ich vermisse das Verständnis für die Angehörigen, von denen erwartet wird, zu sagen: Mein Mann, mein Vater – plötzlich eine Frau?? Kein Problem. — ES IST EIN RIESENPROBLEM. Eine (hetero) Frau möchte einen richdtigen (!) Mann und Kinder einen Vater und keine zwei Mütter. Alles andere ist gelogen!

           
          • petra sagt:

            Ernst wenn man es „verharmlost“ wie Du e schreibst, kann es zu etwas normalem werden.

            Ich kann euch durchaus verstehen und klar ist es nicht leicht, aber kein transsexueller Mensch macht das extra und schon gar nicht um jemanden zu hintergehen.

            Ich kann verstehen, wenn dies eine Beziehung nicht übersteht, gerade wenn man hetero ist.

            Ich kenne aber auch durchaus Beziehungen, die auch nach dieser „Transofrmation“ bestand haben, auch wenn diese dann meist nur noch freundschaftlich sind.

            Zum Thema Kinder. Diese haben meist gar kein Problem damit, da sie oftmals noch unbedarft sind und den Menschen lieben und nicht das Äußere und das ändert sich ja nicht.

            Klar kann ich auch hier verstehen, wenn dies nicht einfach ist. Ich rate da aber auch den Kindern Zeit zu geben, sich an diesen Umstand zu gewöhnen.

            Mal eine etwas provokante Frage:
            Wäre es besser wenn der transsexuelle Mensch sich umgebracht hätte?

            P.S. ein kleine Bitte noch. Nicht nun wieder mit der obigen Diskussion anfangen, die wir bereits schon mehrmals geführt haben. Danke. Ich möchte nur versuchen, dass man auch mal einen Blick aus der anderen Seite bekommt.

             
          • hoffnungslos sagt:

            Ganz ehrlich petra
            Ich glaub ich konnte mit der Situation besser umgehen wenn mein Mann tot ist statt den Wandel durchleben zu müssen. Meine Kinder brauchen ihren Papa und ich meinen Mann
            Umgekehrt würde es für ihn nicht in frage kommen, wenn ich ein Mann werden will.
            Warum soll ich Toleranz und Akzeptanz beweisen?
            Er würde es auch nicht tun

             
          • petra sagt:

            Deine Aussage:“Warum soll ich Toleranz und Akzeptanz beweisen? Er würde es auch nicht tun“
            Ist für mich kein Argument, um es anders zu sagen, wenn mich jemand Scheisse behandelt, behandele ich Ihn nicht genauso, da ich nach der Devisen lebe: Ich behandele jeden so, wie ich auch behandelt wqerden möchte, unabhängig davon, wie man mich behandelt“
            Wie gesagt, es ist nicht so, dass ich Dich nicht verstehen kann, aber ich kann DIr nur den Rat gebe:“ Lebe Dein Leben so wie Du es möchtest und manchmal ist ein Abschied mit Schrekcen besser, als wenn man Vergangenem nachtrauert“ Aber ich kenne Deinen Mann ja nicht, daher kann ich mir dazu kein Urteil erlauben.
            Viel Erfolg und lg Petra

             
          • verarschte ehefrau sagt:

            So geht es uns gerade….er macht alles heimlich… Er hat noch nichts gesagt…. Ich habe die unterlagen zufällig gefunden, als ich die arbeitswäsche aus der Tasche geholt habe. Er belügt uns, zieht heimlich frauensachen an….waren auch in der Tasche…. Und als ich ihn vor 3 tagen angesprochen habe beschimpft er mich….von mir aus soll er verrecken….wir kennen uns seit wir 15 sind und sind seit 17 Jahren verheiratet, haben 3 Kinder und wir hassen ihn

             
          • Sonja sagt:

            Die Aussage “Warum soll ich Toleranz und Akzeptanz beweisen? Er würde es auch nicht tun“ zeugt entweder vom Nichtverstehen der Begriffe Toleranz und Akzeptanz oder von Unreife.

             
  • petra sagt:

    Auf die Frage einer Mitleserin, möchte ich antworten:
    Es werden Beiträge gelöscht, in denen Personen oder Gruppen beleidigt werden,dazu zählen auch Begriffe.
    Wenn dann hier fragen bzgl dieser Löschung gestellt werden,die für andere Leser in keinem Kontext zu sehen sind, werden diese auch gelöscht.
    Fragen können gerne per E-Mail gestellt werden.

     
  • BK sagt:

    Wenn ich hier Kritik äußere, weil meiner Meinung das Verständnis für die Ehefrauen fehlt, dann beleidige ich niemanden! Und der Begriff Transe erscheint oben auch mehrfach! Also kann das keine Beleidigung sein!

     
  • Alex sagt:

    Hallo. Ich finde deinen Beitrag super 😉 Ich habe mich in einen Mann verliebt, der gerade im Angleichungsprozess ist. Ich finde es toll, wie offen du darüber schreibst und dass du dir kein Blatt vor den Mund nimmst 🙂 Mir hilft dein Beitrag extrem weiter, denn ich möchte diesen bestimmten Mann so gut wie irgendwie möglich (unter-)stützen und da finde ich deine Beschreibungen seeeehr hilfreich. DANKE 😉

     
  • Hope sagt:

    Ich bin verheiratet und ich weiß nicht so recht mit einem Mann oder mit einer Frau. Er hat es mir vor der Hochzeit gesagt, und wir haben uns darüber unterhalten, dass er gerne eine Frau sein möchte. Wir haben uns Ringe gemacht in einem steht der Frauen-Name im anderen der Männer-Name er/sie wollte es so. Ich glaube da ist die Entscheidung noch nicht so ganz gefallen, was und wie die Reise weiter geht. Ich liebe ihn und sie – für mich ist der Mensch wichtig der vor mir steht, egal ob Mann oder Frau. Ein Problem habe ich jedoch. Immer wenn die weibliche Seite mehr und mehr zum Vorschein kommt, kommt auch mehr und mehr der Sex ins Spiel. Internet-Fetisch-Sexseiten und es turnt sie sehr an, wenn sie in Frauensachen ausgehen kann, was leider durch viele verschiedene Sachen nicht oft geht. Ich bin daher nicht so sicher, ob nicht auch ein großer Teil Fetisch dabei ist, da immer viel dabei masturbiert wird. Wenn sie nicht Frau sein kann, kommt auch extrem ein richtiger Macho raus, der mich manchmal übelst behandelt. Es wäre schön wenn ich hier jemanden finde, mit dem man ab und zu reden könnte, wenn ich wieder mal ganz viele Fragezeichen im Gesicht habe. Manchmal denke ich ich habe 3 Personen geheiratet. Eine tolle einfühlsame Frau, den Lausbub und den Macho. Ist manchmal nicht einfach für mich….

     
    • petra sagt:

      Wenn Du magst, darfst Du mich jederzeit kontaktieren. Auch wenn ich nicht in Deiner Situation bin, kann ich ggf doch manches Verhalten Deiner Partnerin erklären. LG Petra

       
  • Hope sagt:

    Hallo liebe Petra vielen Dank für dein Angebot. Wir waren im Urlaub daher melde ich mich erst jetzt. wo und wie kann ich dir schreiben, ohne dass jeder das lesen kann?

     
  • Doris sagt:

    Hallo zusammen, ich bin hier auf eure Seite gestossen in der Hoffnung ein paar nette Leute zu finden mit denen ich mich ein wenig austauschen kann. Bei mir ist es die gleiche Situation wie bei fast allen hier. Ich habe ihn als mann kennengelernt und jetzt geht er seinen weg als Frau. Ich begleite Sie auf ihrem weg, aber oft ist es echt nicht leicht wo ich mir denke wo bekomme ich die kraft her. vielleicht findet sich ja wer mit dem ich ein wenig quatschten könnte,das würde mir sehr helfen.
    lg Doris

     
    • Einhorn sagt:

      Hallo zusammen. Bei mir ist es auch so. Einen Mann geheiratet der jetzt immer fraulicher wird. Ansich komme ich gut damit zurecht, ich versuche Kompromisse einzugehen und und und… aber manches fällt mir echt nicht leicht. Im Internet findet man zwar sehr viel Hilfe für die Betroffenen, aber leider nicht für anghörige… ich hoffe ich kann mich hier mit jemanden austauschen der das gleiche oder zumindest eine ähnliche Situation hat!
      Lg

       
  • Anonymous sagt:

    Hallo, mein Sohn 23 hat mir vor zwei Tagen gesagt er ist im falschen Körper und möchte eine Frau sein.
    Ich bin sehr traurig das ich es als Mutter die ihren Sohn sehr liebt und eine ganz enge Bindung hat nicht schon bemerkt hat.
    Mein Sohn leidet schon viele Jahre und ich hätte ihn schon viele Jahre beistehen können.
    Ich schäme mich dafür…
    Erst war ich ein bisschen geschockt….habe geweint.
    Er ist mein Sohn,ich liebe ihn und ich habe ihn gesagt das ich jeden Weg mit ihm gehen werde. Er ist und bleibt mein Sohn und ich liebe ihn wie er ist.
    Es ist und wird ein langer schwerer Weg. Für ihn wünsche ich mir das er seinen Weg geht und glücklich wird.
    Leider hat seine Freundin mit der er 5 Jahre zusammen ist jetzt Schluss gemacht…Sie kann damit leider nicht leben.

     
  • Queen Mum sagt:

    Hallo , ich weiß seit 1 Woche , daß ich eine Schwiegertochter statt eines Schwiegersohns habe . Meine Kinder sind seit 10 Jahren ein Paar und seit 5 Jahren verheiratet und mein Ex-Schwiegersohn war eigentlich optisch immer eher der maskuline Typ – was ich jetzt als Schutzfassade erkenne . Die Beiden wohnen seit längerer Zeit 250km entfernt von uns und haben uns am letzten Wochenende besucht um reinen Tisch zu machen.Meine Tochter weiß selbst erst seit November davon und war am Anfang auch ziemlich geschockt – wie mein Mann und ich im ersten Moment auch.Ich habe meinen Schwiegersohn von Anfang an sehr lieb gehabt und für mich hat sich das jetzt auch gegenüber meiner Schwiegertochter nicht geändert – warum auch ?! Ich hab ja die Person lieb und nicht das Geschlecht . Klar hätte ich mir gewünscht , daß meine Tochter vor der hochzeit hätte entscheiden können , ob sie damit leben kann oder nicht – meine Schwiegertochter sagt selbst , daß dies nicht fair ihr gegenüber war aber sie war sich selbst nicht klar darüber ob „es“ nur ein Phase ist und auch Verlustängste spielten eine große Rolle.Die Beiden waren von Anfang an wie „ein topf u.ein deckel – passen einfach perfekt zusammen und wollen auch zusammen bleiben ….ob für immer – wer weiß das schon ? Für mich ist es noch sehr ungewohnt an meinen „Beutesohn“ als Frau zu denken aber mit der Zeit wird das auch Gewohnheit werden.Sie hatte ja schon einige Zeit den Spitznamen Prinzessin und da ich in der familie die Queen mum bin …passt das ganz gut . Ich habe einen Schwiegersohn verloren und eine Schwiegertochter bekommen – so what – der Mensch bleibt der gleiche . Solange meine Tochter gut damit leben kann , sehe ich das nicht als Problem.Ich weiß jetzt , daß Prinzessin die letzten 2 Jahre immer wiederkehrende Depressionen hatte und es ihr besser geht seit ihr engstes Umfeld Bescheid weiß ….die wichtigsten Freunde / Verwandten stehen weiter zu ihr und es wird sich Freundesmäßig jetzt die Spreu vom Weizen trennen . Ich hab meine Prinzessin genauso lieb , wie vorher meinen „Beutesohn“ .

     
  • Rückmeldung sagt:

    Queen Mum, wenn das der Wahrheit enstspricht, und du das so siehst, ist das ok. Allerdings bist du ja auch nicht mit „ihr“ verheiratet. Wenn deine Tochter im Augenblick damit leben kann, ist das schön für sie. Wahrscheinlich war/ist es ein sehr liebevoller Mensch, der andere immer respektvoll und nett behandelt. Trotzdem klingt es sehr komisch, dass es nach wenigen Tagen kein Problem ist, dass der Schwiegersohn eine Tochter ist, und niemand damit ein Problem hat. Er erweckst in diesem Thread eher den Eindruck, als wäre das geschrieben worden, damit mal eine andere Meinung vertreten ist. Denn die meisten sehen das doch als großes Problem.

     
    • Queen Mum sagt:

      Warum soll es ein großes Problem sein ? Ein Problem ist es sicher aber Probleme sind dazu da , sie zu versuchen zu lösen oder damit umzugehen.Das größte Problem sind Menschen , die nicht akzeptieren können , daß es eben nicht nur Schwarz oder weiß gibt sondern viele verschiedene Schattierungen dazwischen .Der Mensch ist immer der Gleiche – egal ob sich nun das Geschlecht geändert hat . Klar wäre es für alle einfacher gewesen , wenn alles so geblieben wäre wie es war aber ich muss sagen , daß der Großteil der Freunde und auch besonders meine Familie die Veränderung wunderbar angenommen hat .Seltsamerweise können Frauen leichter damit umgehen als Männer – aber auch die Männer der Familie akzeptieren die Veränderung . Ich habe hier geschrieben um „betroffenen“ Menschen zu zeigen , daß es eben auch andere Meinungen dazu gibt und man Menschen nicht verurteilen sollte weil sie nicht (mehr) so sind , wie man sie gern hätte.

       
  • verarschte ehefrau sagt:

    Ich habe dem Feigling heute Nacht eine Brief geschrieben, mit ihm reden ist nicht,….er wird sofort aggressiv und das Beste….. Er schleudert mir an den Kopf ich bin schuld……er verheimlicht alles vor uns, zufällig sind einige Details aufgefallen und vor vier Tagen habe ich auch nur durch Zufall Zahlungsbelege und diverse Überweisungen gefunden….. Das ist ein Schlag ins Gesicht. Wir wohnen in einem sehr kleinem Dorf und ich will nicht, dass meine Kinder unter seinem Verhalten leiden. Wir haben schon genug gelitten …..erst säuft er sich fast täglich zu, dann sowas…..es reicht…..ich empfinde nur noch Hass gegen ihn, bin nicht bereit Kompromisse einzugehen….. Ich habe mit den Kindern (11,12 und 15) gesprochen, sie wollen das nicht mit „ansehen“ und fragen mich: warum geht das Arschloch nicht einfach, er mochte uns doch sowieso nie…..
    Und was soll ich sagen, sie haben recht….. Ich muss alles machen Kinder Haushalt Garten….. Schon immer! Ich hasse ihn

     
    • petra sagt:

      Deine Kommentare machen mich eigentlich nur traurig und ich bin mir ebenfalls nicht sicher, was Du hier mit Deinen Posts bezweckst.
      Ich spüre da kein Stück Empathie, nur Hass.
      Nun gut, es ist Dein Leben und Dein Weg, den Du Dir da ausgesucht hast, aber für Hass ist hier kein Platz, sorry
      Alles Gute, vor allen Deinen Kindern
      Petra

       
      • verarschte ehefrau sagt:

        Ja da ist nur noch Hass….Ich kann es nicht ändern…..Warum sollen wir mit der Situation klarkommen? Hat uns einer gefragt? Er soll seinen Weg gehen…. Allerdings ohne uns…

         
        • Queen Mum sagt:

          Ich habe das Gefühl , daß nicht die Veränderung von mann zu Frau das große Problem ist – sondern schon das ganze verhalten deines „Ex-Mannes“ . Ob Alkohol ,mangelndes Familienbewußtsein ,fehlende Hilfe im Alltäglichen…da scheint schon vorher einiges im Argen gewesen zu sein . Die geschlechtsveränderung ist wohl nur der Tropfen ,der das Fass zum Überlaufen gebracht hat . Ein charakterlich schwacher Mann wird durch Geschlechtsveränderung natürlich nicht automatisch ein besserer Mensch….umgekehrt natürlich ebenso. Ich wünsche dir , daß du den Hass überwinden kannst – denn er wird dich irgendwann innerlich auffressen.

           
    • Ehefrau sagt:

      Hallo,
      das musste ich mir auch anhören! Ich bin schuld an der Situation, weil ich nicht damit umgehen kann! Nicht zu fassen. Er kommt nicht auf die Idee, dass allein er schuld ist, weil er es verschwiegen hat. Ich finde es unglaublich, dass Transsexuelle die Schuld auf andere schieben, weil sie selber mit ihrem Leben nicht klar kommen. Und sie haben nicht einmal ein schlechtes Gewissen, was sie Frau und Kindern damit antun. Ich habe bei meinem „Mann“ immer nur ein sehr egoistisches Verhalten festgestellt. Hat nie etwas gemacht für die Familie. Stattdessen wird erwartet, dass man sagt, es sei für einen kein Problem, wenn der eigene Mann plötzlich eine Frau sein will! Dafür gibt es keine Worte!
      Tut mir wirklich leid für dich, mir ist es genauso ergangen…. 🙁

       
  • verarschte ehefrau sagt:

    ….Und weder die Kinder noch ich haben uns diesen Weg ausgesucht…..Wir werden dahin gedrängt……Und warum müssen die Partner Verständnis dafür aufbringen? Warum soll ich Empathie aufbringen???? Für jahrelanges lügen? Ich habe mir mein Familienleben anders vorgestellt…..Hier bekommen wohl nur Angehörige Zuspruch die zu allem ja und Amen sagen….Dass wir vielleicht auch Hilfe benötigen um diesen Schock zu verkraften ist scheißegal…..Danke für nichts …..

     
  • Heike sagt:

    Schade das ich hier von Hass etc lesen muss. Unverständnis, Schwierigkeiten Probleme, alles verständlich, aber Hass, sorry Nein !
    Ich möchte einmal meinen/unseren Werdegang schildern. Wir haben uns 1984 kennengelernt, ganz normales jungs Paar, fast gleichaltrig . Im Laufe der nächste Jahre haben wir viel ausprobiert, darunten waren auch weibliche Kleidungsstücke für mich, eigentlich nie komplett auch nicht geschminkt, aber es gehörte dazu.
    Meine Frau ist weder bi noch lesbisch, ich hatte zu dem Zeitpunkt auch nicht das Gefühl transsexuell zu sein, eher ein sehr gemässigter DWT. Naja meine Frau wurde 1994 schwanger, wir heirateten, es kamen 2 Kinder, Sohn und Tochter kurz hintereinander und ein paar Jahre war das DWT sein irgendwie Geschichte, kaum Zeit für gemeinsame Spielchen, die Kinder forderten uns.
    Das intensivierte sich langsam wieder als die Kinder im schulpflichtigen Alter waren, da gab es denn mal ein Nachthemd für mich das meine Frau gekauft hat, oder auch Damenunterwäsche (auch von ihr gekauft), ein paar Pumps ein 2 Kleider etc.
    Irgendwann hatte ich mal die Idee sie könnte mir ja die Herrenunterwäsche wegnehmen, so als kleines Machtspiel was denn auch ca ein halbes oder 1 Jahr später ohne vorankündigung passierte, die sachen hatte sie entsorgt oder versteckt.
    Das ging denn jahrelang so weiter, es kamen ein paar Damenkleidungsstücke hinzu, aber eigentlich stagnierte es.
    2011 verfiel ich dann in Depressionen, wusste nicht was mit mir los war, schlaflosigkeit die irgendwann mit Alkohol bekämpft wurde, gearbeitet nicht unter 60 std die woche, keinen Urlaub von 2008-2015, meine Frau hat das private zu 90% geregelt, ich das berufliche. 2015 haben wir beide gesagt: so geht das nicht weiter, wir machen jetzt einen Kurzurlaub nur für uns, ohne Kinder, einfach Zweisamkeit und unsere Probleme bequatschen.
    Ich weiss nicht wie das kam, wir kauften Schminkutensilien für mich vor dem Urlaub ein, ein paar Blusen,Bikini, so ne kleine Grundausstattung. Im Urlaub haben wir denn angefangen das ganze aufzuarbeiten, haben die Zeit genossen, ich mir pinke Flip Flops gekauft (das fand sie denn schon schräg), mir aus spass mal die Fussnägel erstmals farbig lackiert, alles kleine Dinge, am 2. Tag wollte meine Frau shoppen gehen, sie meinte nur, die Fussnägel kannste so lassen, fällt eh niemanden bei den pinken Flip Flops auf, las uns los. Mit einem Klos im Hals meinerseits sind wir dann los, ging problemlos aber ich fühlte mich mehr wie beobachtet.
    Im Hotel sollte es dann zum Abendessen gehen, ich nahm meinen Mut zusammen und fragte meine Frau (Höhenflug durch das Shoppingserlebnis), meinste ich kann die Bluse im Restaurant anziehen ? Antwort kurz und trocken,: Frag doch den Oberkellner ob du als Tunte in den Speisesaal darfst. Wow, das haute mich dann doch aus den Latschen. Ich bin nicht als Frau gekleidet in den Speisesaal, aber wir haben in dem Urlaub diverses ausprobiert was sich für sie und auch für mich gut anfühlt, und wo unsere Grenzen sind.
    Diese Grenzen haben sich immer weiter verschoben und meine Depressionen wurden immer geringer, irgendwann habe ich sie 2016 gefragt ob das okay wäre wenn sie mich mal schminken würde, wir habens probiert, ich allein oder mit ihrer Hilfe, sah alles bescheiden aus. Ich wollte zu dem Zeitpunkt einfach wissen ob ich den Anblick von mir als weiblicher Person mögen würde oder nicht, ob das alles zum scheitern verurteilt sein würde etc auch ob meine Frau den Anblick akzeptieren könnte.
    Dann erstmal ein Gespräch mit den Kindern geführt, waren beide mitlerweile Volljährig, erzählt das Papa eine feminine Seite hätte und eventuell mal als Frau geschminkt und gekleidet auftauchen könnte, die Reaktion war mehr wie entgegenkommend, die einzige Bitte war: bitte nicht wenn wir Besuch haben, ansonsten ist das dein Leben.
    Also ein paar Monate später einen Termin in HH bei einem Transgendersevice zum Schminkkurs gemacht und ein paar Tage später in Damenjeans und Bluse hin. Schminkkursus absolviert und dann das erste mal mit Perücke, geschminkt und gestyled, der Anblick war heftig, für meine Frau wie auch für mich, aber nachdem der erste Schock verdaut war und wir uns eigentlich schon verabschiedet hatten, fragte die Stylistin (die Perücke hatte ich wieder abgegeben), wollt ihr noch was unternehmen ? Meine Frau meinte nur: Ach eigentlich würde ich gern noch shoppen gehen ! und zu mir : geht das ? Antwort : ja, geht ! die Stylistin: dann setz die Perücke auf, ihr könnt sie mir zurückschicken wenn ihr wieder zu Haus seid, viel Spass.

    Dann ab in die U-Bahn und in die Hamburger City zum shoppen, mir war mehr wie mulmig, zumindest am Anfang, aber meine Frau hat mich quer durch die Geschäfte gescheucht und mich jedesmal an die Kassen anstehen lassen während sie das beobachtet hat.

    Wenn Interesse besteht kann ich gern den weiteren Weg posten, wollte nur darlegen das es durchaus auch Frauen und Kinder gibt die dieses akzeptieren können oder es sogar unterstützen, sicherlich war meine Frau nicht ahnungslos wie wir geheiratet haben, aber von dem Ausmass hatten keiner von uns eine Ahnung

     
  • Sohn sagt:

    Hallo,

    mein Vater ist transsexuell. Nun ja, eigentlich ist er nun nicht mehr mein Vater, sondern eine Frau. Sie hat sich vor ca. 3 Jahren gegenüber der Familie geoutet.

    Ich gehörte anfangs zu den ersten, die gesagt haben, dass es alles ok so ist und habe das toll gefunden, während so manch anderer noch sehr verklemmt reagiert hat. Doch nun, ca. 3,5 Jahre später, sehe ich, was sich so alles verändert und bin zum Teil sehr hin und her gerissen. Scheinbar ist dies die Angleichungsphase und aktuell laufen bei ihr die letzten Behördengänge. Sie ist sozusagen fast durch und durch eine Frau, bis auf die Geschlechtsumwandlung.

    Am Wochenende gab es einen Streit. Ich habe eine Feier veranstaltet mit vielen Freunden und auch sie war dabei. Ich hatte schon vorher ein paar meiner Freunde darauf angesprochen, die mich entweder direkt auf meinen Vater angesprochen hatten oder von denen ich wusste, dass sie evtl. durch eine konservative Einstellung etwas Vorlauf benötigen würden.

    Es kam zu einer riesigen Diskussion, in der mir vorgewurfen wurde, wie ich denn mit fremden Leuten darüber reden könne und dass das doch gar niemanden etwas angeht. Es gab leider keine „Versöhnung“. Und ich meine, dass geht doch meine Freunde etwas an. Mein Vater war schließlich fast 4 Jahrzehnte eien reale Person mit allem, was dazu gehört.

    Ich habe, nun mit ein paar Tagen Abstand, beschlossen, mich irgendwie von meinem Vater zu verabschieden. Das tut sehr weh, denn von meinem Vater hätte ich gerne noch mehr gehabt. In meiner Jugend war mein Vater sehr streng und es gab viel Stress. Ich habe mir in und nach dieser Zeit viele Vorwürfe gemacht, was ich denn für ein schlechter Mensch sein muss. Heute, mit dem Wissen von seiner Transsexualität, weiß ich nun gar nicht, ob ich tatsächlich so ein schlimmer Jugendlicher war oder dies nur zu seiner „männlichen Fassade“ gehörte. Ich bin aktuell sehr im Selbstzweifel, ob ich ein viel besseres Leben hätte haben können.

    Ich bin auf der einen Seite dankbar, dass ich leben darf und er mich als Mann biologisch gezeugt hat. Aber was ist mit dem danach? Es scheint sich alles aktuell nur darum zu drehen, was mit ihr ist und alle sollen sehr viel Rücksicht nehmen. Doch was ist denn mit den Angehörigen? Da kümmert sich keiner drum bei uns. Wir sollen mit ihr reden, wenn wir Probleme haben. Doch ich möchte gar nicht mit ihr darüber sprechen. Ich hätte meinen Vater gerne verabschiedet, doch den gibt es nicht mehr. Er ist wie ausgelöscht. Manchmal denke ich, es wäre einfacher gewesen, meinen Vater zu beerdigen und den neuen Menschen willkommen zu heißen.

    Wie sind eure Erfahrungen damit?

     

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