Hormonmädchen

Transsexualität

Mein Leben in Rosarot

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Alain Berliners Mein Leben in Rosarot, einer der liebenswertesten europäischen Filme der 90er Jahre, ist die Geschichte Ludovics (von George DuFresne mit unermüdlicher Direktheit gespielt), eines unschuldigen kleinen Jungen, der ein Mädchen sein möchte. Davon überzeugt, dass er das Ergebnis einiger an die falsche Stelle geratener Chromosomen ist (in einer der vielen wunderschönen Tagtraum-Sequenzen stellt er sich das Durcheinander bildlich vor), beschließt er, den Fehler dadurch auszugleichen, dass er Kleider und hochhackige Schuhe trägt und mit Lippenstift und Make-up herumexperimentiert. Die an sich freundliche Vorstadt-Nachbarschaft erschrickt angesichts dieser Verwirrung der Geschlechter.

Bezeichnenderweise erhält er die grausamsten Schläge nicht von seinen ihn hänselnden Mitschülern, sondern von intoleranten Erwachsenen. Eine Szene erinnert an den mit Fackeln und Mistgabeln bewaffneten, wütenden Mob aus den Frankenstein-Filmen. Ludo bemüht sich aufrichtig darum, männlich zu sein, doch er kann seine Natur nicht verleugnen – besonders dann nicht, als er eine verwandte Seele trifft: ein kleines Mädchen, das ihr Kleid gerne gegen seine Hose und sein Hemd eintauscht.

Darsteller: Michèle Laroque, Jean-Philippe Ecoffey, Hélène Vincent
Regisseur(e): Alain Berliner
Komponist: Dominique Dalcan
Format: Dolby, HiFi Sound, PAL
Sprache: Deutsch (Dolby Digital 2.0), Französisch (Dolby Digital 2.0)
Untertitel: Deutsch Region: Region 2
Bildseitenformat: 16:9 – 1.77:1
FSK: Freigegeben ab 6 Jahren
Studio: Ascot Elite Home Entertainment GmbH
Erscheinungstermin: 18. Mai 2006
Produktionsjahr: 1997
Spieldauer: 85 Minuten

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