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Transsexualität

Pottek Hamburg

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Antworten vom 29.11.2012

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  • Klinik: Asklepios Westklinikum Hamburg (Rissen)
  • Name: Dr. med. Tobias Pottek
  • Spezifikation: Facharzt für Urologie; Andrologie; Medikamentöse Tumortherapie; fachgebietsbezogenes Röntgen
  • Habe Sie auch plastisch-ästhetische Kenntnisse? 20 Jahre plastisch-rekonstruktive Operationen am Urogenitaltrakt
  • Gebdatum: 11.09.1959
  • Wie dazugekommen: Erste Kontakte mit transgeschlechtlichen Menschen hatte ich schon in der Anfangszeit meiner langen Bundeswehrlaufbahn in Hamburg. OP-workshops gab es zu meiner Zeit im AK Harburg. Troubleshooting-OPs habe ich seit Mitte der 1990er Jahre gemacht. Zur Entwicklung meiner Methode kam es dann schrittweise bis zur offiziellen Genehmigung Mitte 2011 am Westklinikum.
  • was lieben an Ihrem Beruf: Die perfekte Kombination aus intellektueller und handwerklicher Arbeit.
  • Welche Unterlagen sind notwendig: Eine Kostenübernahmeerklärung der Krankenkasse. Dazu erforderlich ist die Indikation zur OP.
  • Welche Patienten: Gesetzlich Versicherte und Selbstzahler
  • Welche Wartezeit: Zwischen 6 und 12 Wochen
  • Op Anzahl im Jahr: ca. 50 (langfristiger Plan: 70)
  • Notwendige Vorbereitungen OP: Das wird alles in einem persönlichen Gespräch vorher besprochen.
  • Epilation: keine Epilation vor der OP. Die haartragenden Hautteile, die wir verwenden, werden intraoperativ elektrisch epiliert.
  • Wer operiert: Ich führe alle GaOPs vom ersten Schnitt bis zur letzten Naht selbst durch.
  • OP Dauer: 3 bis 4 Stunden
  • Krankenhausaufenthalt: 2 bis 3 Wochen, abhängig vom Wohnort. Bei weiter Anreise können das auch mal 4 Wochen werden…
  • Zimmerbelegung: Einzel- oder Zweibettzimmer
  • Gästehaus: Grundsätzlich gibt es die Möglichkeit, ein Zimmer in einem Wohnheim auf dem Gelände zu nehmen, toll ist das aber nicht…
  • Krankschreibung: Insgesamt 6 bis 8 Wochen.
  • 2te OP notwendig: In etwa der Hälfte der Fälle wird eine kleine Korrektur nach 6 Monaten gemacht.
  • OP Methode: Eigenentwicklung: Neovagina aus Harnröhre und Skrotalhaut, äußeres Genitale mit inneren und äußeren Schamlippen aus Penisschafthaut und Hodensackhaut
  • Vor- und Nachteile: Wenig Spannung auf den versetzten Hautlappen, gute Durchblutung, gute Sensibilität
  • Informationsaustausch: Nationale und internationale Kongresse
  • Sport: frühestens 6 Wochen nach der OP
  • Empfindsamkeit: sehr natürlich
  • Geschlechtsverkehr: frühestens 6 Wochen nach der OP
  • Bougieren: Aufgrund der speziellen OP-Technik mit der Harnröhre empfehlen wir das Bougieren erst nach frühestens 4 Wochen. Vorher kann es heftig bluten. Fast alle machen das mindestens ein Jahr lang.
  • Dauerbougieren: Ein Jahr nach Absprache mit uns.
  • Komplikationen: intraoperativ relevante Blutungen (sehr selten), Nachblutungen (selten, hier einmal vorgekommen), Entzündungen/Wundheilungsstörungen (vorübergehend bei einem Viertel der Fälle, immer folgenlos verheilt), Verletzungen von Harnröhre, Blase, Darm (sehr selten, hier bislang noch nie in relevantem Ausmass), Hautlappenschrumpfungen (gelegentlich, Grund für die Zweit-OP)
  • Knochendichtungmessung: Nein
  • Entfernung der Prostata: Nein
  • Erwartungen: Hier ist eine fachgerechte psychologische Begleitung sehr wichtig. Es muss klar sein, dass das Ergebnis und die Folgen der OP nicht rückgängig zu machen sind.
  • Sonstiges: Wir bemühen uns darum, jede Person vom ersten Kennenlernen an ernst zu nehmen und die Wünsche zu realisieren. Unser Personal ist sehr speziell im Umgang mit transgeschlechtlichen Menschen erfahren. Dennoch kommt es gelegentlich bei einem längeren Krankenhausaufenthalt hier und dort zu Spannungen, weil jemand etwas falsches gesagt hat, oder weil ein Termin umkippt oder weil das Essen nicht schmeckt. Wichtig ist, dass diese Dinge nicht im Ärger vergraben werden, sondern von uns wahrgenommen werden können und dann auch bearbeitet. Also: Immer raus mit der Sprache bei der Chefvisite!!!
 
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2 thoughts on “Pottek Hamburg

  • Thetra XY sagt:

    Und wie immer nur OP Werbung, doch was danach, nach 5, nach 10 nach 20 Jahren … ?
    Nichts ist dann – ihr seid alleine und dürft alleine Verrecken. Ihr seit nicht mehr medizinisch Lukrativ, bzw eure Behandlung ist nicht mehr recht Rentabel.

    Gerade Potteck müsste es besser wissen. Nach Jahrzehnten der Östro gabe, entwickelt sich die Prostata zurück und OP-TS werden Inkontinent! Wir haben eine Männerkörper unveränderbar – doch der brauch eine Mindestmenge Testosteron und dass winzig bisschen der Nebenniere recht dazu niemals. Und sie wissen es – sie nehmen es billigend in Kauf !
    Sehr zur Freude der perversen Erotik Industrie.

    Und, was willst DU tun? Mit Windel herum laufen? Oder endlich wieder auch die nötige Dosis Testosteron nehmen, so dass du gesund beliebst?
    Doch dass, ist gar nicht so leicht, den Testosteron will uns keiner geben, egal wer sollen wir doch krepieren, aber TS bekommen kein testo nur wenn sie unterschreibt kein Frau mehr sein zu wollen – diese dreckigen Verbrecherschweine im weißen Kittel.
    Dr. Mabuse und Dr. Frankensten.

    Lasst die OP Sein es ist allen nur Scheiße

     
  • petra sagt:

    Jeder normale Frauenarzt verschreibt Dir Testogel, auch ohne dass Du das Geschlecht wechseln musst.

     

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