Hormonmädchen

Transsexualität

Sexuelle Orientierung

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und Transexualität …

AchtungTranssexualität hat nichts mit der sexuellen Orientierung zu tun. Es sind zwei komplett unterschiedliche genetische Dispositionen. Es gibt unter Transsexuellen genauso Hetero-, Homo- und Bisexuelle, wie es die in der „normalen“ Welt gibt.

Wichtig ist dies vor allem für Außenstehende, da eine transsexuelle Frau, die Beziehungen zu Männern hat, heterosexuell ist. Gerade Menschen, die „uns“ als umgebaute Männer sehen, kriegen das oftmals nur schwer geregelt. Also: eine Frau ist eine Frau und war immer eine. Wenn man das verinnerlicht, ist das Ganze, gar nicht so schwer zu verstehen.

Eine kleine Besonderheit gibt es allerdings schon und zwar ist das die Betrachtung der sexuellen Orientierung vor und nach der Transition (Angleichungsphase). Ist eine (Trans)Frau, die vor ihrer Transition Beziehungen mit Frauen hatte und nun nur noch welche zu Männern pflegt, früher homosexuell gewesen?

NEIN

Die sexuelle Orientierung ist genauso angeboren wie Transsexualität. Aber warum haben dann manchmal (Trans)Frauen früher Beziehungen mit Frauen gehabt, wenn sie doch heterosexuell sind? Dafür muss man die Art und den Beweggrund dieser Beziehungen betrachten. Es gibt Transsexuelle, denen erst spät klar war was sie sind bzw. den Mut zum Coming Out nicht früher hatten. Davor haben sie Jahre/Jahrzehnte versucht eine Rolle zu leben und das eben auch Beziehungstechnisch. Der Sex ist dabei oft eher eine Pflichtaufgabe. Andere, denen es schon früh klar ist, was sie sind, sehen in ihrer Partnerin eher sich selber. Sie wünschen sich so zu sein, wie sie und stellen sich auch beim sexuellen Akt oft vor ihr Gegenüber zu sein. Manchmal ist es auch eine Mischung dieser beiden Verhaltensweisen.

Heißt: Eine (Trans)Frau, die früher Beziehungen zu Frauen hatte und heute auch, ist und war immer lesbisch. Sie sah wahrscheinlich aber den Akt nicht so sehr als Pflichtaufgabe.

Jetzt wird es aber ein wenig komplizierter. Was ist eine (Trans)Frau, die sich (z.B. aus sexuellem Aspekt) gegen die GaOp entscheidet, um weiterhin aktiven Sex mit Frauen haben zu können? Hetero, weil sie ja noch einen Penis hat?

NEIN

Das Geschlecht wird nicht über das Genital definiert, sonst landen wir wieder bei den umgebauten Männern. Somit ist eine Frau, egal ob mit oder ohne Glied, die nach der inneren Erkenntnis, dass sie eine Frau ist, Beziehungen/Sex mit Frauen hat, lesbisch (homosexuell). Aus diesem Grund halte ich auch Begriffe wie Gynäkophilie/Androphilie für unnötig. (diese Begriffe werden gerne bei transsexuellen Menschen für die sexuelle Orientierung benutzt, wenn jemanden unklar ist, welches Geschlecht sein Gegenüber hat. Wobei Gynäkophilie die sexuelle Beziehung zu Frauen bezeichnet, Androphilie die zu Männern)

Hier gehts zur Umfrage: sexuelle Orientierung unter Transsexuellen

 
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3 thoughts on “Sexuelle Orientierung

  • Phoebe sagt:

    Also ich, als lesbische Transfrau ohne Wunsch nach einer GAOP, konnte dem reinen Geschlechtsakt noch nie viel abgewinnen. Ich finds unangenehm bis anstrengend und sehr unbefriedigend.
    Ich habe mit meiner Frau zwar regelmäßig Sex, aber seit ewigen Zeiten keinen Geschlechtsverkehr. Zum Glück sind wir uns da beide einig, dass wir dieses „5-Minuten-Rein-Raus-Spiel“ nicht brauchen.
    Klingt für andere vielleicht komisch, aber für uns ist es normal, dass wir keinen Geschlechtsverkehr haben, obwohl wir könnten.

     
  • sabine sagt:

    Hallo
    Ich finde es ziemlich eklig das da zu benutzen. Wir sind lesbisch und die op ist unsere Erlösung für ein glückliches zusammen sein, dann evtl auch mit Hochzeit
    LG
    Sabine

     
  • Alice sagt:

    Ich finde es nicht ekelig, sondern meist schön, „das da“ mit/bei jemandem zu benutzen obwohl ich „das da“ optisch und gefühlsmäßig nicht brauche, sondern lieber „das andere da“ hätte da es zu meiner Identität passt.
    Ich finde es nur dann schlimm „das da“ zu verwenden wenn ich dadurch als „Der da“ angesehen werde, denn trotz „dem da“ bin und bleibe ich „Die da“ – „Die da mit dem gewissen Extra“
    „Würden Frauen, die als Frauen „gelesen“ werden wollen, einen kurzen Haarschnitt mögen, wenn sie deswegen immer als Herr soundso gelesen werden würden.“
    Lg
    Alice

     

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