Hormonmädchen

Transsexualität

Transgender – Mein Weg in den richtigen Körper

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Darsteller/-innen Der Sendung Transgender – Mein Weg in den richtigen Körper (am 04./05.12.2012 über Facebook oder Email)

Kurz vor der letzten Sendung hatte ich die Möglichkeit ein kleines Interview mit den Protagonisten der DokuSoap auf RTL2 zu führen. Ich hatte in den letzten Woche schon ab und an Kontakt mit Ihnen und sie dann alle spontan hier bei Facebook dazu eingeladen. So konnte jeder seine persönliche Sicht der Dinge einmal kundtun. Es war das erste Interview für mich, also nehmt ein wenig Rücksicht. (Die letzten beiden Fragen wurden nach der Sendung beantwortet)

PETRA: Ok. Die Sendung wird „vorerst“ Morgen das letzte Mal ausgestrahlt. Als erstes möchte ich zum Anfang zurückgehen. Wie habt ihr vom Format damals erfahren. Habt ihr euch bei Joker beworben oder wurdet ihr angesprochen?
DAISY: Ich wurde von einer Mitarbeiterin der Produktionsfirma über Facebook angeschrieben. Wir kamen ins Gespräch und so Entwickelte sich die Idee der Teilnahme bei diesem Format.
JOSI: Ich wurde angerufen, aber wie sie auf mich kamen – keine Ahnung.
MONIKA: habe es durch das Internet erfahren das die gesucht haben und da habe ich mich beworben dann
MIRKA: Ich habe mich nicht bei Joker gemeldet. Anni wurde im Internet auf mich aufmerksam. Da hatte sie schon vor der Produktion mit mir Kontakt. Als wir schon längst in Facebook befreundet waren, kam die Anfrage.
SAM: also ich wurde von Anni von Joker Productions schriftlich kontaktiert aufgrund meines Blogs www.schweigsamer.com

PETRA: Viele Trans* möchten ja nach der Angleichung „Stealth“ leben, also ein ganz normales und unerkanntes Leben im Wunschgeschlecht. Habt ihr euch darüber vorher Gedanken gemacht und meint ihr, das geht jetzt noch?
DAISY: Bei mir besteht der Wunsch der Geschlechtlichen Angleichung nicht, dementsprechend spielt das „untertauchen“ in der Gesellschaft für mich keine wichtige Rolle. Auch durch meine recht auffällige Erscheinung wäre es mir nicht möglich „stealth“ zu Leben wenn dies den mein Wunsch wäre.
JOSI: Ehrlich gesagt: Ich glaube nicht daran, dass man ein unerkanntes Leben führen kann. An irgendeinem Punkt wird es für Menschen, die jemanden kennenlernen immer ein Merkmal geben. Deswegen steh ich dazu. Ich kann eh nichts an meiner Vergangenheit ändern. Zudem sind wir ja nicht prominent und führen, glaube ich, alle ein normales Leben. Deswegen hat die Sendung nichts geändert.
MONIKA: ich habe mir nie Gedanken gemacht
MIRKA: Ich habe mir lange darüber Gedanken gemacht. Von der Anfrage bis zum ersten Drehtag war es ja auch eine lange Zeit. Ich liebe es einfach vor der Kamera zu stehen und ich habe Spaß daran. Ich bin für die Menschen draußen und für mich eine Frau, keine Schwuchtel. Ich wollte den Leuten daran teilhaben lassen.
SAM: Ich habe vor vielen Jahren darüber nachgedacht aber ich bin ein extrovertierter und öffentlicher Mensch. Ich konnte den Weg besser gehen wenn ich öffentlich bin. Ich habe mich im März 2010 dazu entschlossen den Blog zu machen und wollte damit immer nach Außen. Hat mir geholfen. Stealth ginge schon noch weil wenn man sich aus dem FB und überall zurückzieht dann ginge das aber wer will das? 😀 😀 Ich nicht.

PETRA: RTL2 hat doch bei vielen Betroffenen ein recht schlechtes Image. Ihr sagt selber, dass das bei euch nicht anders war, warum habt ihr mitgemacht
DAISY: RTL2 erschien mir im Vergleich zu RTL und Pro7 doch noch recht seriös was Dokumentationen anging. Natürlich spielte auch die Umsetzung des Formates eine große Rolle in meiner Zusage, RTL2 wollte kein „Trash“ oder Scripted-Reality’s sondern eine Realitätsnahe und informative Doku mit eventuellem Hilfsfaktor für betroffene Zuschauer und das alles ohne Zugabe von künstlicher Dramatik wie man das aus anderen Nachmittagsshows kennt.
JOSI: Mich hat es einfach gereizt mit zu machen. Ich hatte mich schon immer für die Medienbranche interessiert. Zudem hätte ich es bereut, wenn ich nicht teilgenommen hätte. Da ich gleichzeitig die Ausbildung begonnen hatte war ich natürlich zusätzlich vorsichtig. Mittlerweile bin ich froh, denn ich habe tolle Erfahrungen gesammelt und tolle Menschen kennengelernt.
MIRKA: Ich finde nicht, dass RTL2 ein schlechtes Image hat.
MONIKA: ich habe das nicht behauptet und habe gute Erfahrungen gemacht mit rtl 2
SAM: Ich habe das Konzept von der Produktionsfirma gelesen und es wurde versichert und so hab ichs auch empfunden, dass sie etwas anderes machen wollten. Mit Tiefgang und Hintergrund. Information und Portraits aber leider hat der Sender dann wieder auf Trash reduziert, heißt auf OPs und reißerische Themen. Die Protagonisten und Themen waren top und die Mädels sind großartig aber durch den Schnitt und die Reduktion wurde wieder etwas Oberflächliches daraus. Leider. Nichts mehr übrig geblieben vom anfänglichen Konzept.

PETRA: Glaubt ihr, dass mit der Doku etwas erreicht wurde oder stand dann doch der Soap-Charakter mehr im Vordergrund?
DAISY: Also ich denke mal das man mit der Doku der ein oder anderen Person schon geholfen hat. Ob das nun Mut war den wir den Personen gegeben haben mit unserer Anwesenheit im Fernsehen oder vllt einfach nur die Bestätigung das wir nicht alleine sind. Auch wenn wir nur einem kleinen Teil helfen konnten sehe ich das trotzdem als Erfolg.
JOSI: Ich denke, dass viele Leute dem Thema Transsexualität jetzt viel offener entgegensehen. Die Quoten geben uns ja recht. Es wird aber weiterhin viele Leute geben, die etwas gegen Transsexualität haben.
MIRKA: Ich habe durch die Doku auf jeden Fall was erreicht. Die Leute aus meiner Umgebung gehen viel normaler mit mir um und nehmen mich ernster. Sie wissen jetzt, dass ich eine Frau bin und keine Tunte in Frauenkleidern.
MONIKA: ich denke mal es wurde was erreicht sonst hätten viele nicht zugeschaut
SAM: Anfangs dachte ich wir können was bewirken aber jetzt nach der Sendereihe war es eher Soap Charakter.

PETRA: Hat euch die doch sehr gute Quote der Doku überrascht und warum denkt ihr, war sie so erfolgreich?
DAISY: Also eigentlich hatte ich mir erhofft das unsere Doku ein weites Spektrum an Menschen anspricht als dies dann der Fall war hab ich mich natürlich umso mehr gefreut. Die Quote wiederspiegelt einfach das Interesse an dem Thema. Der Erfolg hängt vllt auch davon ab das wir realistisch betrachtet das erste „seriöse“ Format sind das so ein heikles Thema im deutschen Fernsehen anspricht.
JOSI: Ja. Ich hätte nie gedacht, dass sich so viele Menschen für uns interessieren. Obwohl wir eine sehr späte Sendezeit hatten, wurden die Quoten nicht schwächer. Ich denke die Sendung war so erfolgreich, weil sie schlicht und einfach gut gemacht wurde und den nerv der Zeit getroffen hat. Es waren viele unterschiedliche Charaktere, die den Leuten zugesagt haben.
MIRKA: Mich hat das alles schon überrascht, aber über die Gründe habe ich mir keine Gedanken gemacht. Wenn man sich darüber Gedanken macht, ist man ziemlich primitiv. Deswegen habe ich es einfach hingenommen und mich gefreut.
MONIKA: weil es nicht gespielt war sonder so wie das Leben halt ist. So habe ich mich gegeben.
SAM: Hat mich nicht überrascht. Wir sind doch toll und Quotenbringer J wenn die Off-Stimme dauernd von „ganzer Mann und ganze Frau“ spricht und alles tausendmal wiederholt wird. 😛 Wie bei minderbemittelten Zusehern! Sorry für den Sarkasmus aber war nicht notwendig. Bei so viel Material und 5 vollen Drehtagen und 10 verschiedenen Themen alleine bei mir hätten sie schon mehr Tiefgang zeigen können und vor allem mehr Info. Die Mädels sind so entzückend und lustig und wundervoll und da hätten nicht nur Geschlechtsthemen drinnen sein müssen. Ich war der einzige Mann und hatte gehofft, für die Zuseher, dass dafür auch etwas Raum ist. Ich bekomme viel Feedback und jeder beschwert sich über das Gleiche. Oberflächlich und zu wenig Info.
Dass ich mir dauernd einen Penis wünsche (Insert) ist echt eine „harte“ Reduktion meiner Person und mir werden falsche Dinge unterstellt. Wenn es für andere hilfreich ist, dann gut. Mich hat es enttäuscht und die gute Quote ist durch die reißerischen Trailer. Wie bei einem Kinoblockbuster. Alle rennen ins Kino und super viele Zuseherzahlen und der Film ist trotzdem nur Mittelmaß, aber alle hams gesehen J

PETRA: Ich lese ja viel Zuspruch auf euren FB-Profilen. Habt ihr denn auch negative Reaktionen bekommen?
DAISY: Die Positiven Zuschriften überwogen bei mir bei weitem die eine oder andere negative Reaktionen. Man kann es eben nicht jedem Recht machen was man meiner Meinung auch nicht soll.
JOSI: Klar. Es wäre auch komisch, wenn jemanden jeder leiden könnte. Grade wenn man in manchen Foren liest was dort geschrieben wird, merkt man, dass man auch von vielen gehasst wird. Aber ich muss sagen, von Sam habe ich glaube ich, als Einzigen noch nie etwas Schlechtes gelesen.
MIRKA: Ich denke schon, dass es negativen Zuspruch gibt. Es ist mir egal, deswegen lese ich es mir nicht durch.
MONIKA: sehr wenige negative Rückmeldungen bekommen
SAM: Ja durchaus wobei ich kritische Kommentare gut finde und vieles betrachte ich selber sehr kritisch. Mag nur keine unqualifizierten Bemerkungen unter der Gürtellinie. Vieles hab ich mir nicht durchgelesen weil manch vorgefertigte Meinung kann man und will man nicht bekehren und ändern. Das ist mir dann zu mühSAM.

PETRA: Ja Sam. Für mich waren die wenigen Begegnungen mit Transmännern sehr wundersame Begegnungen, einem Menschen gegenüber zu stehen, der meinen Weg in die andere Richtung macht. So viele Gemeinsamkeiten, doch sehr unterschiedlich. War meist irgendwie magisch. Ich habe aber festgestellt, dass die Trans-Männer und Trans-Frauen oft ihr eigenes Ding machen und unter sich bleiben. Ist das bei euch auch so oder habt ihr auch Transmänner bzw-frauen im Bekanntenkreis?
DAISY: Habe einige Transsexuelle in meinem Freundeskreis. Ich finde einfach das jede Person ob nun von Frau zu Mann oder umgekehrt sein eigenes Buch schreibt (Leben lebt) und deshalb eben sehr verschieden ist. Natürlich sucht man sich auf seinem Weg auch Menschen die eventuell das gleiche Schicksal teilen und die Situation einer Person einfach besser verstehen. Dadurch bilden sich auch automatisch Gruppierungen zwischen Transmännern und Transfrauen.
JOSI: Ich hatte bevor das alle mit der Sendung losging gar keine transsexuellen Freunde. Mittlerweile habe ich einige Trans-Freunde und es sind meistens Mädchen.
MIRKA: Ich habe Transfreundinnen, mit den ich befreundet bin. Die meisten sind aber aus dem Internet. Die kennen mich und wissen, wer ich bin. Sie kennen mich, so wie ich bin.
MONIKA: habe keine nur die hier von der Doku
SAM: Ich hatte vor meinem Blog und FB keine anderen Transpersonen in meinem Umfeld. Das hat sich dann schlagartig geändert als ich an die Öffentlichkeit bin. Ich freue mich sehr, dass ich so viele kennenlernen durfte und über einen ganz besonders. Nik ist Obmann im Verein Transmann Austria und wir sind echte Freunde geworden weil wir sowas wie Brüder sind J er ist ein toller Freund und bereichert mein Leben. Es gibt noch weitere besondere Menschen, auch Transmenschen die nun in meinem Leben sind und die ich nicht mehr missen möchte. Leider kenne ich die meisten noch nicht persönlich.

PETRA: Zurück zur Sendung. Würdet ihr alles bei den Dreharbeiten alles wieder genauso machen oder gibt es etwas was ihr besser nicht gedreht hättet?
DAISY: Ich hätte mir doch eine schönere Perücke anziehen können. *lach*
JOSI: Ich würde eigentlich alles gleich machen, aber alles ein bisschen entspannter. Hatte doch zu viel Angst vor dem Endprodukt. Mein eigentlicher Aufhänger sollte mein 18. Geburtstag werden. Dort wurde viel für gedreht, aber weil ich selbst 1-2 Gläschen zu viel getrunken hatte wurde es zum Glück rausgenommen. Schade um die Drehtage, wo wir den Geburtstag vorbereitet hatten. Es war aber mein persönlicher Wunsch, der berücksichtigt wurde.
MIRKA: Ich möchte mich auf garkeinen Fall noch einmal vor dem Spiegel rasieren. Ich würde mein Geschlechtsteil auch gar nicht mehr erwähnen, wie ich es des Öfteren gemacht habe.
MONIKA: ich würde es wieder so machen
SAM: Ich würde alles wieder so machen und hoffen dass das tolle Material auch alles gezeigt wird

PETRA: Was war das lustigste oder schönste Erlebnis bei den Dreharbeiten?
DAISY: Das schönste Erlebniss war aus der Narkose zu erwachen und zu wissen ich hab es hinter mir. Mir fiel ein großer Stein vom Herzen den ich Jahrelang mit mir getragen hatte. Ich hatte auch sonst viel Spaß mit dem Team während der ganzen Zeit gehabt.
JOSI: Das schönste war, dass ich Mirka kennenlernen durfte. Wir sind seitdem enge Freunde und ich bin froh sie zu haben.
MIRKA: Das schönste und zugleich lustigste Erlebnis war das Treffen mit Josephine.
MONIKA: das schönste war eigentlich die ganzen Dreharbeiten und das alle so gut drauf waren und kein krummes Wort dabei gefallen ist und wir haben viel viel Spaß gehabt
SAM: Puh schwierig weil so viele schöne Dinge passiert sind… es war schön das Team kennenzulernen. Die anderen Protagonisten konnte ich leider nicht kennenlernen.. noch nicht. Persönlich. Wurde uns leider nicht ermöglicht. Und dass wir es vorher nicht gesehen haben ist auch merkwürdig weil nun vieles nicht gezeigt wurde wovon wir erzählt haben… für mich am meisten gebracht hat der Termin in Potsdam weil ich hier viel neues erfahren habe und die vielen Szenenwiederholungen und Schnittbilder.. das hat Spaß gemacht… und der DREHSCHLUSS – ein Insider – war auch lustig. Aber am schönsten war mit meiner Frau im Park in Potsdam zu sitzen und sie zu küssen.. während im Hintergrund beim Live dreh ein Hund in die Wiese kackt das war lustig

PETRA: Wie habt ihr die Dreharbeiten empfunden. Das was gezeigt wurde, stammen die Ideen alle von euch oder wurden auch einige Dinge vorgegeben?
DAISY: Im vornerein wurde mit der Produktion und dem Protagonisten abgeklärt wie den die jeweiligen Lebenssituationen aktuell sind, was für Wünsche man hat, was man auf seinem Weg „in den richtigen Körper“ verändern möchte etc.. Zusammen wurde dann überlegt in welchen Alltagssituationen man die Person begleiten kann. Wenn jetzt also der Wunsch des Protagonisten war einen Psychologen zu besuchen um ein Gutachten zu erhalten, dann wurde dies auch so umgesetzt.
JOSI: Ich habe die Dreharbeiten sehr positiv empfunden. Mein Team, welches bei fast jedem Dreh dasselbe war, habe ich mich sehr gut verstanden. Wir haben vorher besprochen was wir Drehen möchten und was nicht. Ich durfte komplett so sein, wie ich möchte. Ich habe das grade vom Sender RTL2 nicht erwartet.
MIRKA: Viele Ideen kamen von mir und viele Vorschläge auch. Einige Vorschläge kamen von der Produktion, damit es alles bildlicher dargestellt werden kann. Im Fernseh wurde nichts gezeigt, was ich nicht wollte. Sachen die wir gedreht haben, die ich dann im Nachhinein doch nicht zeigen wollte, wurden nicht gezeigt. Dadurch habe ich ein großes Vertrauen an die Produktion.
MONIKA: es wurde niemals was vorgegeben
SAM: Die Dreharbeiten waren super du ich möchte das nicht missen. Sehr anstrengend aber ein super Team und ich möchte mich nochmals ganz herzlich bei Anni und dem Team bedanken. Es war eine so tolle Erfahrung. Ich habe die Ideen geliefert, außer den Teil mit der Penis-OP. Was sie dann leider als Hauptthema genommen haben. Ich durfte dafür nach Deutschland fliegen. Aber meine Idee war das nicht. Alles andere schon nur wurde das leider nicht gezeigt. L
(Job, Beziehung, Freunde, Familie, etc… alles weggefallen!!!) Alles was mich ausmacht wurde gestrichen du ich wurde auf meinen Wunsch einen Penis zu haben reduziert. Das tut weh weil ich von Anfang an gesagt habe es ist nicht mein Lebensinhalt noch mein einziges Ziel einen Aufbau zu haben und ich BIN schon ein GANZER Mann auch ohne OP.

PETRA: Wurden denn alle Dinge gezeigt, die mit euch gedreht wurden und seid ihr zufrieden mit dem Gezeigten?
DAISY: Also so einiges wurde nicht gezeigt, kann ich aber aufgrund der kurzen Ausstrahlungszeit und den wenigen Folgen verstehen. Es wurde sich am Ende eben auf das wichtigste beschränkt.
JOSI: Nein, es wurden nicht alle Dinge gezeigt, die wir gedreht haben. Da aber nach meinen Dreharbeiten erst die Dreharbeiten von Monika und Sam losgingen, konnte man ja gar nicht sagen, was in die Sendung kommt. Ich bin aber zufrieden mit dem was gezeigt wurde.
SAM: Nein ein Bruchteil wurde gezeigt. Wir haben sehr viel Aufwand betrieben… akh und Termin bei meiner Ärztin ich hab alles verschoben um meine spritze vor der Kamera zu bekommen. Steh jetzt voll dumm da weil meine Ärztin rausgeschnitten wurde. Ebenso der teil im Büro. Mit Kollegen und Chef. Und die Wohnungsbesichtigung und und und… so vieles was fehlt! Und eigentlich alles was mich ausmacht… meine Frau und meine Freunde und mein Leben und Job. L sehr ernüchternd. Genau dass wollten sie in der Doku zeigen. Hat immer geheißen: wir wollen zeigen wie ihr normal lebt und integriert seid und informieren mit Ärzten und und und… so wichtige Themen wie Arbeitsplatz und Hormone und auch liebe und Beziehung muss unbedingt rein. Und dann nur schwanzgesteuerte Szenen mit falschen aussagen. Sehr ernüchternd. Und vor allem ich spreche vor der Kamera mit meiner Mutter 90 Sekunden über so ein wichtiges Thema und das wars? Sehr glaubwürdig!!!! Zufrieden bin ich nur dass nichts Peinliches gezeigt wurde. Um eine Info für Transmänner zu geben oder das Leben eines Transmannes darzustellen wurde eindeutig zu wenig Zeit und Material verwendet. 5 Drehtage mit mindestens 20 Stunden Material.. wui da ging sich eine eigene Ösi Doku aus 😀 😀

PETRA: Wird es eurer Meinung nach eine Fortsetzung geben und möchtet ihr wieder dabei sein?
DAISY: Vertraglich steht uns allen eine zweite Staffel offen wenn der Sender sich für eine weitere entscheiden würde. Ich wär auf keinen Fall abgeneigt eine weitere zu drehen.
JOSI: Ich denke schon, dass es eine Fortsetzung geben wird, da die Quoten sehr gut waren. Ich würde wieder mitmachen, wenn die Anfrage käme.
MONIKA: ich würde mich sehr freuen wenn es eine Fortsetzung geben würde und ja ich würde wieder mit machen wollen denn es ist ganz wichtig, das man damit an die Öffentlichkeit geht.
SAM: Yeap es wird sicher weitergehen, bei der Quote! Und wenn mehr Tiefgang und mehr Hintergrund und Persönlichkeit und weniger Hetzerei und Oberflächlichkeit ist – ja gerne.
Ich möchte abschließend noch sagen, dass das Mitwirken trotz alledem gesagten mein Leben bereichert hat, ich dankbar und glücklich bin es gemacht zu haben und ich freue mich sehr so viele liebe MENSCHEN und vor allem Mitwirkende kennengelernt zu haben. Josi und ich haben uns schon oft privat ausgetauscht und angefreundet du ich schätze sie sehr! Mirka finde ich super witzig und ich liebe ihre Selbstironie! Ich könnt umfallen vor Lachen J Mit den anderen habe ich leider sehr wenig Kontakt, wobei ich jede einzelne von Ihnen schätze und stolz bin mit ihnen in einer Sendung gewesen zu sein. Ich bewundere euch Mädels und finde ihr seid tolle Frauen! Auch alle anderen die ich beim Projekt kennenlernen durfte sind mehr oder weniger Teil meines Weges geworden. Ich freue mich was da noch kommen mag und wie viele interessante Leute meinen Weg noch kreuzen werden. Danke an dich Petra für die tolle Unterstützung und diese super Idee! Du machst deine Sache großartig!

 
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